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Leserbrief zum Leserbrief soziale Lasten
10|12|2008



Schularbeiten gehören zu alltäglichen Einerlei von SchülerInnen, die grob gesagt immer mehr lernen müssen und deren Lehrer durch Kulturministerien mit Gesetzesentwürfen maltretiert werden, um der PISA-Studie zu genügen.

Leserbrief zum Leserbrief Michael Schlicksbier-Hepp: „Wünsche mir mehr sozial-demokratisches Lernen“

Ich kann die Empörung des Herrn Schlicksbier-Hepp über den Tenor des Artikels von Martin Wein im Gespräch mit Carsten Feist gut nachempfinden. Eine Kernaussage des Leserbriefes war die Problematisierung der Finanzierung des „Sozialen Lasten“ durch die Gemeinden.

Meines Erachtens greift der Autor an dieser Stelle in den richtigen Topf.  Was er nicht tut, ist die Ursachenforschung vor dem eigentlichen Eintreffen der „Sozialen Last“: die Form der praktizierten Bildungspolitik im Lande. Jedes Jahr gehen 8 – 10 Prozent der Jugendlichen ohne einen Abschluss aus der Schule. Häufig sind das Kinder aus Familien, die von der Gesellschaft als „Soziale Last“ empfunden werden und von vielen Stammtischdiskutanten und von vielen Politikern aus der politischen Mitte [auch in Wilhelmshaven] auch als solche bezeichnet werden. Üble Bezeichnungen dieses Klientels hört man dort alltäglich.

Gejammert wird über die ständig steigenden Kosten dieser „Sozialen Lasten“, wie sie den Haushalt beeinflussen, viele Projekte verhindern, die Entwicklung der Stadt behindern etc.

Verändert werden kann dies nur durch eine konsequente Umstrukturierung des Bildungssystems. Ganz vorne anfangen! Und dies konsequent!

Projekte der EU, der Bundesrepublik, des Landes und der Kommunen, die die oben genannten Jugendlichen wieder „beschulungsfähig“, „wieder eingliederungsfähig“, „bildungsfähig“ oder „integrationsfähig“ werden lassen oder auf die „Anforderungen des Berufs und der Gesellschaft“ vorbereiten, verschlingen Unsummen, die die Gesellschaft mit ihren gezahlten Steuern tragen muss. So verkommt das gesamte, unbedingt notwendige soziale und demokratische Hilfesystem für – aus welchen Gründen auch immer – in notgeratene Menschen zu einer Reparaturanstalt für die Folgen eines immer noch hochgehandelten dreigliedrigen Bildungssystems.

Dieses derzeitige Bildungssystem selektiert schon sehr früh nicht nur die Kinder sondern auch die dazugehörenden Familien. Die Bildungs- und damit Zukunftschancen schrumpfen gewaltig, wenn die Familien zu dem Klientel gehören, wie von Herr Schlicksbier-Hepp gemeint.

Das heißt nichts anderes als, die in der berühmten Mitte angesiedelte politische Gesellschaft akzeptiert das vorhandene soziale System, produziert sehenden Auges gewaltige Kosten, verweigert die Mitarbeit an möglichen nachhaltig wirkenden Veränderungen, schiebt die Schuld an diesen Kosten den betroffenen Familien zu und bezeichnet dann diese Familien als „Sozialschmarotzer“.

Nun kenne ich Herrn Feist als einen im Jugendbereich anerkannten, fleißigen und engagierten Mitarbeiter der Stadt. Ihm kann man sicherlich nicht unterstellen, dass er mit seiner Arbeit und seinem Engagement den „Sozialneid“ in der Stadt fördert. Sein neuer Ansatz, Sozialarbeit in kombinierter Form in die Stadtteile zu tragen, vor Ort zu arbeiten, die Mitarbeiter an die „Sozialfront“ zu bringen ist unbedingt zu begrüßen.
Ich empfehle ihm [Herrn Martin Wein ebenso] aber auch das intensive Studium der Form von Präventivarbeit, wie sie in den skandinavischen Ländern praktiziert wird. Dort ist die Sozialarbeit ein wesentlicher Teil des Bildungssystems.

Das Rad muss auch in diesem Bereich nicht ständig neu erfunden werden.


Werner Biehl
Bentinckstr. 37
26389 Wilhelmshaven

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