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DUH Plastikfreie Stadt
   

Von den 30ern zu den 70ern
04|04|2009



Neben der Klimakanzlerin ist "Angie" nun auch die Finanzkrisenlösungskanzlerin?

Nun hat sie sich also doch am G20-Gipfel durchsetzen können, unsere Frau Bundeskanzlerin, mit ihrer Forderung nach mehr Regulierung für die Finanzboutiquen dieser Welt.

Angesichts der zeitgleichen FASB-Beschlüsse zur Bilanzierung von Kreditpapieren und Derivaten, aufgrund derer die Rechnungslegung von Banken nun endgültig zur Lachnummer geworden ist, halte ich das einerseits für einen Treppenwitz, und andererseits gehe ich davon aus, dass das an der grundsätzlichen Instabilität des Finanzsystems nicht das Geringste ändern wird.  Zumal, und es wäre langsam an der Zeit, diesen Punkt auf die Agenda politischer Prioritäten zu setzen, mit den diversen Bailout- und Beteiligungsaktionen unweigerlich ein Klima des Moral Hazard erzeugt wurde, das uns in den nächsten paar Jahren sicherlich noch viel Freude bereiten wird.

Wir befinden uns - meiner Ansicht nach - in einem Zustand, denn die Franzosen sehr treffend mit “usine ? gaz” bezeichnen, und eigentlich dürfte man sich Institutionen wie Großbanken und offene, internationale Devisenmärkte gar nicht mehr leisten: Sie sind Lunte und Feuerzeug zu einem Pulverfass, das mit den schier unglaublichen Mengen an Base Money, die aktuell durch die weltweiten Notenbankmaßnahmen in das Geschäftsbankensystem gedrückt werden, gefüllt ist.

Mir ist zwar nach wie vor nicht klar, was der Impetus sein könnte, der zur Kreditexpansion führen wird, aber wie man am “Erfolg” der Abwrackprämie sehr schön sehen kann: es braucht nicht viel, und schon ist das Verhalten wirtschaftlicher Akteure ein gänzlich anderes als gerade eben noch - gestern noch aus Angst vor der Bankenpleite das Sauerverdiente vom Konto geholt und hinter der Kommode versteckt, heute raus damit und ein neues Auto gekauft, weil der Staat ein Appel und ein Ei dazu gibt: falls das tatsächlich der Massenpsychologie der aktuellen Epoche entspricht, dann fallen mir für die nahende Zukunft nur 3 Worte ein: Inflation, Inflation, Inflation. - In unserem reichhaltigen Fundus an historischen Parallelen zu dieser Krise wäre es daher womöglich an der Zeit, sich von den 1930ern ab- und den 1960ern und 1970ern zuzuwenden.

Denn es waren keineswegs alleine die “Ölpreis-Schocks” die damals für einen mächtigen Badabumm an der Verbraucherpreisfront sorgten, sondern vor allem geldpolitische Maßnahmen gegen Ende der 1960er, die zu einer weltweiten Schwemme an Base Money führten. Bezeichnenderweise war in den Jahren davor die Bankenregulierung verschärft worden, insbesondere durch die sogenannte “regulation Q” in den USA, die zur Entstehung des “Eurodollar”-Marktes führte, mittels dem der amerikanische Liquiditäts-Tsunami auf Europa zurollte.


Weil sich die Politik diesseits und jenseits des Atlantiks weiterhin beharrlich weigert, die Geldgeschichte des 20. Jahrhunderts zur Kenntnis zu nehmen, haben Frau Merkel und ihre Freunde offenbar keine Einsicht, dass die Regulierung der Finanz- und Kreditmärkte ein Rennen zwischen Hase und Igel ist: der politische Hase mag schnell und restriktiv sein, aber der Igel als Banker ist innovativ - er hat das Rennen bereits gewonnen, noch bevor es überhaupt startete.

Daher lautet die einzig tragfähige Lösung des Finanzmarktproblems: Banken verstaatlichen oder in atomistische Strukturen überführen, und den internationalen Kapitalverkehr massiv zurückfahren. Und wer meint, das wären nur feuchten Träume ohne rationale Basis: Ersteres war schon immer eine ordnungspolitische Überzeugung, die in den letzten Jahrzehnten nur leichtsinnig vernachlässigt wurde. Und letzteres darf man in Ökonomie-Kreisen schon fast als so etwas wie “Consensus” bezeichnen, von einzelnen Liberalisierungs-Cheerleaders mal abgesehen.

Quelle: Weissgarnix


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