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DUH Plastikfreie Stadt
   

JadeWeserPort/Kohlekraftwerke:
Wilhelmshavener Luftschlösser endlich wieder einreißen!
19|02|2008



Wer erinnert sich nicht an das Molenfeuer, das "verschenkt" wurde, um es dann
mit einer gewaltigen PR-Aktion nach Originalplänen wieder aufbauen zu lassen.
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“Ja, mach nur einen Plan!
Sei nur ein großes Licht!
Und mach dann noch ‘nen zweiten Plan
Gehn tun sie beide nicht.”
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Wenn man diese Zeilen liest, hat man den Eindruck:
Bertolt Brecht hat sie für Wilhelmshaven ab 1970
geschrieben. Damals flogen die ersten Ansiedlungs-
pläne so hoch, dass sich die lokalpolitisch Verant-
wortlichen nicht wieder auf den Boden der Tatsachen
zurückholen lassen wollten
.

So sind sie bis heute frei schwebende Träumer geblieben,
die in Reden behaupten, dass für ihre Pläne irgendwann
nicht mehr gelten werde, was bislang für die meisten ihrer
Pläne gegolten hat.

Planer lassen Häuser verschwinden

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“Geschummelt haben sie aber schon
immer. Als es vor knapp 40 Jahren um
die Ansiedlung einer Tonerdefabrik
ging, gab es Probleme mit den Umwelt-
gesetzen.
Ein paar Häuser standen zu dicht am
geplanten Unternehmensstandort.
Also verschwanden sie einfach aus
den Ansiedlungsplänen.
__________________________________

Als ich - damals Mitglied der Wilhelmshavener Jungsozialisten -
einen Genossen in verantwortlicher Position darauf ansprach,
hatte der nur eine Frage:

“Woher weißt du das?”

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Die damals hoch fliegenden Pläne sind
längst in den Geschichtsbüchern not-
gelandet, doch an der Jade macht man
weiter wie gehabt.
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Im April 2004 bin ich nach Wilhelmshaven zurück gekehrt.
Seinerzeit versprach sich der Oberbürgermeister wieder
einmal. Von insgesamt über 10 000 Arbeitsplätzen war bei
ihm die Sonntagsrede.

Im Juli 2004 gründeten wir die Wochenzeitung 2sechs3acht4.
Das fand der hier ansässige Lokalsender so mutig, dass er
mich zu einem Interview einlud. Ich schnappte mir die
Arbeitsplatzzusagen des Oberbürgermeisters und zweifelte
sie an. Nach der Sendung ließ mir der Oberbürgermeister
ausrichten, er habe sich lediglich auf Gutachten berufen.

OB verspricht [sich] über 10 000 Arbeitsplätze

Im ersten Plan ging es um den JadeWeserPort [JWP], um
einen Containerhafen mit über 5 000 Arbeitsplätzen im
Schlepptau. Diese Zahl handelten die lokalpolitisch Ver-
antwortlichen von Jahr zu Jahr herunter, schließlich kamen
sie bei 1 000 an.

Unsere Wochenzeitung hatten sie inzwischen wieder vom
Markt gefegt, der Tageszeitungsverlag mit einem Kon-
kurrenzblatt, das Anzeigen fast oder ganz verschenkte
und viele meiner Ideen übernahm, manche Artikel von
mir wurden einfach abgeschrieben, der Oberbürgermeister
mit negativen Aussagen bei öffentlichen Ratssitzungen,
die immer aggressiver wurden, ein Anwalt mit der
ebenfalls öffentlich geäußerten Behauptung, ich sei
vorbestraft.

Konkurrenzblatt eingestellt

Kaum war unsere Wochenzeitung wieder weg, wurde
vom Tageszeitungsverlag auch das Erscheinen des
Konkurrenzblattes eingestellt. Die Wilhelmshavenerinnen
und Wilhelmshavener hatten sich inzwischen auf einen
immer neuen Termin für den JWP-Baubeginn eingestellt.
Der zweite Plan, die Schaffung von weiteren über 5 000
Arbeitsplätzen auf chemischem Sektor, geriet in Ver-
gessenheit.
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Dann brach wieder Jubel aus.
Aus den Wolkenkuckucksheimen der
Lokalpolitiker tönte der Schrei:
“Hurra, wir bekommen ein neues
Kohlekraftwerk. So modern ist das,
das glaubt man kaum.”
Eine Wochenzeitung, die Zweifel
hätte anmelden können, gab es nicht
mehr - also konnte alles erst einmal
ganz schnell gehen.

Da dort, wo dieses moderne Kohle-
kraftwerk hin soll, dummerweise
auch Bäume zu einem Paradies
gehören, holte der Stadtrat mit
großer Mehrheit die Kreissäge heraus.

Dabei hätten sie, während sie sägen
und sägen, wissen können, dass
dieses Kraftwerk - wenn es bei den
umweltpolitischen Vorgaben bleibt -
nie gebaut werden darf.
Das hat das Bundesumweltministerium
auf Nachfrage mehr als durchschimmern
lassen.
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Wenn es wieder schief geht, haben die lokalpolitisch
Verantwortlichen immer noch kein Konzept für die auf
gut 80 000 Einwohner geschrumpfte Stadt am
Jadebusen.

Hier Ideen entwickeln

Aber es gibt doch dieses Bürgerportal. Wie wäre es
mit Ideen, die hier von Wilhelmshavenerinnen und
Wilhelmshavenern entwickelt werden? Wie wäre es
mit einer Diskussion über die Stadtgrenzen hinweg?
Denn Wilhelmshaven ist möglicherweise auch
woanders!
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Ich werfe den Stein ins Wasser
des Jadebusens und hoffe, dass
er Kreise zieht bis in die Luft-
schlösser jener, die auf den
Boden der Tatsachen zurück
kehren sollten.
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Autor:

Heinz-Peter Tjaden

Quelle:
www.READERS-EDITION.de

Anm. d. Redaktion:
Wir entdeckten den Artikel erst am 16. März 2008 und finden ihn
deshalb sehr erwähnenswert, da er 143 Kommentare hervorbrachte
und diese zeigt, das es auch in Wilhelmshaven im Zusammenhang
mit dieser Thematik nicht nur in der SPD brodelt.
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"Baustellen" in Wilhelmshaven:
14|01|08 Ärzte Initiative
14|01|08 Kohle BI´s zusammen
05|12|07 Menzel Klimakiller
03|12|07 Klimaziele nicht erreichbar
27|11|07 Anspruch und Wirklichkeit
22|11|2007 Schwarzer Mittwoch an der Jade

Leserbriefe:
05|12|07 Peinliche Attacken
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Wilhelmshavener Momente

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Die Darstelllung des "Trio Infernale Wilhelmshavens" sorgt für Aufregung.
Eine Menge Wilhelmshavener Bürgerinnen protestieren unter dem Motto "Planungswahnsinn am Banter See tut 5.000 Menschen weh" für den Erhalt des Banter Sees, so, wie er ist. Sie wehren sich gegen eine Wohnbebauung für "Priveligierte". Mehr dazu in einem Video ... [das Bild ist vom 15-07-2014] ... .... zum Video | youtube ...



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