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Anschlagsziel Bundeswehr:
Peter Scholl-Latour spricht Klartext
07|11|2008



Die Warnungen von Peter Scholl-Latour werden viel zu oft einfach ignoriert [Bild: wikipedia]

Der Audimax der Universität der Bundeswehr in München ist gerappelt voll. Jeder Platz ist besetzt, einige Zuhörer nutzen die Behelfssitze, wieder andere sitzen auf dem Boden. Am 5.11.2008 sprach Peter Scholl-Latour, der “Kenner der Kontinente”, vor den studierenden Soldaten in der Laufbahn der Offiziere. Der ausgewiesene Islam-Experte nimmt kein Blatt vor den Mund: Er hält den Afghanistan-Einsatz für aussichtslos und befürwortet einen Rückzug der Bundeswehr aus Afghanistan.

Einleitend warnt Scholl-Latour seine Zuhörer schon mal vor: sie sollten “keinen sehr exakt gegliederten Vortrag” erwarten, er wolle vielmehr von Thema zu Thema springen. Dies setzte er auch um, denn – wie er hinzufügt - man könne nicht über Afghanistan reden, ohne über Pakistan, den Irak, den Iran oder andere zu reden. Zum Beispiel über die USA. Er sei froh über den Ausgang der US-Wahl. Scholl-Latour schätze zwar den Wahlverlierer McCain sehr, aber dieser sei schon alt, und bei seinem Ausfall würde Palin die Präsidentin. Das Auditorium quittiert seinen Scherz mit herzlichem Gelächter.

Bezüglich des Kampfes gegen den Terror hält der 84-jährige Journalist das Land Afghanistan für den falschen Angriffspunkt.

Er hält es für äußerst unwahrscheinlich, dass man einen Anschlag wie den vom 11. September 2001 aus den Höhlen des Hindukusch heraus planen könne. Zudem stamme kein einziger Terrorverdächtiger aus dem Land. Selbst Osama bin Laden ist kein afghanischer Terrorist, sondern saudi-arabischer Herkunft. Die Tatsache, dass bin Laden nicht von den Afghanen ausgeliefert wurde, hängt seiner Meinung nach ganz einfach mit einem “eisernen Gesetz der Paschtunen” zusammen: dem der Gastfreundschaft. Selbst wenn dein ärgster Feind um Obdach bittet, es ist ihm zu gewähren und der Gast ist mit allen Mitteln zu schützen.

Wenn der Deutsch-Franzose die Wurzeln des Terrors nicht in Afghanistan sieht, wo sieht er sie dann?

Zunächst einmal bestünde islamistischer Terror aus verzettelten Gruppen von Marokko bis nach Indien. Diese rekrutierten allerdings nicht nur unter den “Enterbten und Entrechteten”. Vor allem suchten sie ihren Nachwuchs in Schichten, die gebildet seien, und von ihrem westlichen Umfeld als “höflich und angenehm im Umgang” beschrieben würden. Die eigentliche Zentrale des Terrors sehe er im saudischen Wahabismus, welcher die “brutalste und unerbittlichste Form des Islam” sei. Er beschuldigt nicht die saudische Königsfamilie, die aus islamischer Sicht ein gottloses und verschwenderisches Leben führe. Er meint aber, dass diese sich bei den Wahabiten im eigenen Land mit enormen Geldsummen von ihren Sünden freikauften.

So stellt Scholl-Latour fest, dass Afghanistan nicht das Zentrum des Terrors sei. Er stellt aber auch infrage, ob sich das Land überhaupt vom “Westen” wiederaufbauen und befrieden lasse.

Um diesen Punkt zu erläutern, holt er weit aus und berichtet aus der Zeit, als er selbst als französischer Fallschirmjäger in Indochina gekämpft hat. Bekanntlich haben die Franzosen verloren. In einem Gespräch mit John McCain (!) vor einigen Jahren äußerte dieser gegenüber Peter Scholl-Latour, dass die Amerikaner schon vor dem Vietnam-Krieg einen Fehler gemacht hätten. Sie hätten einfach die Franzosen fragen müssen, um festzustellen, dass der Krieg nicht zu gewinnen sei. Vor diesem Hintergrund stellt Scholl-Latour dem Publikum die Frage: “Wer in Deutschland oder in der Nato hat die Russen mal gefragt?” – Die haben den Krieg in Afghanistan schließlich auch verloren.

Er hält die Lage in Afghanistan für aussichtslos und ist der Meinung, dass Hilfsorganisationen in Afghanistan so lange in Gefahr seien, wie bewaffnete westliche Streitkräfte sich auf islamischem Boden befänden.

Vor diesem Hintergrund betont der Islam-Experte, dass man es “da nicht mit Bestien” zu tun habe, selbst mit der Burka und einem Stammessystem, dass wir nicht verstehen. Auch mit dem Wort “Terrorist” solle man vorsichtiger umgehen. Die Mitglieder der Resistance wären auch als solche bezeichnet worden, und auch die Gründer des Staates Israel hätten Attentate ausgeführt.

Langfristig würden “wir”, so Scholl-Latour, “an den gesellschaftlichen Strukturen in Afghanistan nicht viel ändern können”.

Die Demokratie sei nicht auf alle Welt zu übertragen, genau so wenig wie die freie Marktwirtschaft. Der Islam sei eine “kämpferische Religion und stolz darauf”. Er berichtet von muslimischen Kämpfern, die er auf einer seiner Reisen begleitet habe. Diese hätten ihm im Wortlaut in etwa folgendes erzählt: “Ein Moslem, der für den Islam kämpft und stirbt, der stirbt nicht, sondern lebt. Die im Westen begreifen das nur nicht.”

Diese Botschaft, so Peter Scholl-Latour, sollte im Westen wahrgenommen werden.

Quelle:
www.Readers-Edition.de

Autor:
Martin Böcker

Links:
Peter Scholl-Latour
Tote Amerikaner im Irak Krieg:
http://projects.washingtonpost.com/fallen

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