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Die Bahn kommt...
09|10|2009



Die Bahn kommt...gähn...

...na ja sie könnte kommen, vielleicht...irgendwann.

Welche Bahn nun wann, wo und wie kommt, das wurde von der Vorzeigepolitprominenz vor der Wahl verschwiegen, damit die vom Bahnlärm bedrohten Schortenser, Accumer, Sander und sonstigen Anlieger nicht gleich die Bahngleise besetzen und weiter nach Lärmschutzmaßnahmen, nicht etwa zu verwechseln mit Lärm-Sanierungen, nachfragen.

Die Rohrdommeln bekommen inzwischen ihren Lärmschutzwall, werden aber mit zusätzlichen Giften aus der Erweiterung der Ölraffinierie auf dem Voslapper Groden eingedeckt, ebenso, wie die näherliegenden Anlieger in Voslapp.

So´nen Bahnkonzern rechnet natürlich auch mit Subventionen seitens der Europäischen Union, was natürlich auch wieder dauert und Projekte hier und da verzögert, weil, die EU ist wie die Bahn, die prüft auch schon einmal nach, ob das Geld nicht "zum Fenster rausgeschmissen" wird und der EU-Beamtenapparat zieht die Abläufe zusätzlich in die Länge.

So ist es auch bei den Lärmschutzmaßnahmen:
Zitat: "Rund 110 Mio. EUR, die von 2006 bis 2008 für Lärmschutzmaßnahmen bei der Bahn vorgesehen waren, konnten nicht abgerufen werden und flossen in den Staatshaushalt zurück.

Das behauptet das Bündnis „Allianz pro Schiene“. Die Interessengemeinschaft macht dafür vor allem die Bundesregierung und die EU-Kommission, verantwortlich, die sich für Genehmigungen zu viel Zeit ließen – zu Lasten der Anwohner, die an Bahntrassen leben und unter dem Lärm leiden."
[Quelle: www.dvz.de | 23.07.2009]

Wer die vergangenen Wochen in diversen Fachzeitschriften geblättert hat, mußte feststellen, dass die Bahn und damit ihr Güterverkehrsgeschäft Millionenverluste "einfährt", also genau das Gegenteil von Gewinn:

Zitat: "Die Deutsche Bahn kämpft angesichts von Einbußen wegen der Wirtschaftskrise weiter um den Verbleib in der Gewinnzone. Einem Medienbericht zufolge dürfte vor allem durch die schwache Güterverkehrssparte ein dreistelliger Millionenverlust anfallen."
[Quelle: www.dvz.de | 01|10|2009]

Die Frankfurter Allgemeine schätzt den Verlust auf etwa 500 Millionen Euro, was die Bahn in Windeseile dementierte, denn man plant, die Güterverkehrssparte an die Börse zu bringen und Verluste machen da keinen "schlanken Schuh" bei potentiellen Aktionären.

Nebenbei hat auch die Bahn ihre Datenschutzaffäre und plant ca 4.000 Arbeitsplätze in der Güterverkehrssparte zu streichen. Gewinn und Wachstum haben bei der Bahn so betrachtet anscheinend andere Konsequenzen, als man logischerweise erwarten müßte.

Wer das Unternehmen Bahn und deren Auskunftsverweigerung in Sachen Nachfragen Strecke Ölweiche - Sande und umgekehrt kennt, der weiß ganz genau, wo der Hase langläuft.

Dieses Unternehmen ist, übrigens wie viele viele andere, ausser dem Stadthaushalt Wilhelmshavens, auf Gewinn angewiesen, um z. B. weiter investieren zu können. Zusätzlich muß die Bahn nun kräftig sparen, weil die Gewinne eingebrochen sind:

Zitat: "WIRTSCHAFTSKRISE: Bahn muss Milliarden sparen...
Das Programm heißt "React 09" und soll aus 13 Einzelprojekten bestehen. Das Hauptziel: zwei Milliarden Euro einsparen. Dies solle zwischen 2010 und 2014 passieren, hieß es aus dem Umfeld der Bahn. Bei den einzelnen Projekten gehe es um mehr Effizienz und bessere Organisation. Teilweise wolle der Konzern aber auch mehr investieren...

Ein Sparprogramm scheint einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge auch notwendig zu sein. Umsatz und Gewinn seien in den ersten fünf Monaten dieses Jahres deutlich gesunken, heißt es in dem Bericht. Unter dem Strich blieb dem Konzern demnach von Januar bis einschließlich Mai mit 206 Millionen Euro lediglich ein Viertel des Vorjahreswertes. Die Erlöse sanken dem Bericht zufolge von 13,6 Milliarden auf 11,9 Milliarden Euro. Diese Zahlen habe Grube am Mittwoch dem Aufsichtsrat genannt...

Der neue Bahnchef greift durch: Rüdiger Grube kündigt ein radikales Sparprogramm für die kommenden Jahre an. Was das für die Beschäftigten bedeutet, ist noch unklar..."

[Quelle: www.spiegel.de | 24.06.2009]

Klar wie Kloßbrühe, eigentlich, aber nicht so bei den "wirren" politischen Versprechern rund um das Jahrhundertprojekt Containerhafen bis nach Schillig. Die üben sich in Gleichmut und neuerdings verzweifelten Resolutionen und möchten so publikumswirksam Stimmung machen, so dass die Bahn gezwungen wäre, glauben die immer noch, die Strecke mit geschätzten 100 Millionen Euro pünktlich zur Hafeneinweihung fertigzustellen. Rein technisch, so sei hier noch kurz am Rande erwähnt, ist das gar nicht mehr möglich, außer, die Einweihung verzögert sich um Jahre.

Mit der kollektiven Publikation von planerischen Versäumnissen, so bilden es sich die politisch Verantwortlichen ein, leiert man einem Unternehmen eben einmal lächerliche Millionensummen aus dem Kreuz, mit "belastbaren Zahlen", die auf Hoffnungen beruhen.

Wer nun glaubt, die Bahn sei "doof" und Schuld am ganzen Dilemma, der sollte einmal zurückblicken, auch auf die Skeptiker, die sogar während des Bundestagswahlkampfess auf das Problem aufmerksam machten, wie z. B. Peter Sokolowski von den Grünen in Wilhelmshaven, der Frau Evers Meyer während der Podiumsdiskussion in Schortens um die verbindlichen Unterlagen bat, bezüglich der Bahnanbindung.
Die konnte und kann sie natürlich nicht liefern, die "lokale SPD Super Nanny" aus dem ehemaligen Kompetenzteam des Frank-Walter Steinmeier, weil sie diese ganz einfach nicht hat.

Die Bahn wird, so vermuten Spezialisten, wenn überhaupt, Wilhelmshaven verspätet erreichen, weil sie sich sicher sein muß, das investierte Geld auch wieder hereinzubekommen oder der Bund springt ein und verschuldet sich weiter, was natürlich bei 1,6 Billonen Euro kein Problem sein dürfte, ist doch für Wilhelmshaven!

Das verzögert auch das Jahrhundertprojekt Containerhafen bis nach Schillig, birgt aber auch die Chance der Bahnanlieger, ihr Veto in Sachen Lärmschutz und Bahnumgehung Sande auf realistische Beine stellen zu können.

Wie unrealistisch das Bahnprojekt ist, das zeigt ein kleines Rechenbeispiel:
Etwa 40 Güterzüge sollen mit Containern täglich vom Hafen in Richtung Binnenland abgeführt werden. Diese Züge haben eine gewisse Länge und sie müssen zwischen sich Sicherheitsabstände lassen. Allein diese 40 Züge sollen nachts von einem Rangierbahnhof [besseres Abstellgleis] auf der Höhe Accum die Fahrt ins Landesinnere antreten und müssen alle auf die Strecke nach Oldenburg gebracht werden.


Das wäre schon ein irre lautes nächtliches Spektakel: 40 elektrische Loks mit daranhängenden Containeranhängern, die übrigens auch hauptsächlich leer zurückfahren müßten [... macht schon allein 80 Containerzüge am Tag].

Das ist bis jetzt nur die Schienenbelastung ohne Kohlezüge und ohne die Berechnung der Personenzüge, die auf der Strecke Wilhelmshaven Oldenburg noch zusätzlich verkehren würden.


Nun stelle man sich vor, es würden gar über 80 Güterzüge am Tag zusätzlich zum Personenverkehr hin- und herlaufen.

Entweder man hat sich verrechnet, oder aber man möchte gar nicht, dass die Bahnanlieger oder irgendwer überhaupt diese schlichte und völlig unrealistische Rechnung offenlegt.

Spätestens jetzt müßten die Bahnanlieger senkrecht im Bett stehen und die Wohnsitzverlagerung diskutieren, aber vielleicht ist unsere Rechnung ja verkehrt, was uns die Bahn sicherlich nach Verabreichung der Resolution "brühwarm" erklären wird.

Da muß man sich schon fragen: Wieviel Hafen verträgt ein Bahnanlieger denn so?

In Oldenburg, so haben wir recherchiert, ist man schon viel weiter und organisiert sich fachmännisch gegen den drohenden Lärm an den Gleisen, denn da soll dieser Güterverkehr mitten durch die Stadt "rauschen".

Das Planfeststellungsverfahren für die Strecke "Ölweiche - Sande" ist übrigens nicht einfach so vom Himmel gefallen, dafür mußte der "brave" Bürger auch schon ganz schön kämpfen. Die Frage "warum" stellt sich für uns nach dem Gelesenen nicht mehr.

Die Lärmschutzmaßnahmen werden ebenfalls Millionen kosten und so verteuert sich der Containerhafen und wird zum Milliardengrab für sauer verdiente Steuergelder, an denen sich die Baukonzerne mit publizierten Erweiterungsabsichten zum Gemeinwohl laben.
Die staatlichen Subventionen werden von Tag zu Tag sichtbarer, während sich die Lobbyisten einen Geschäftsführerposten nach dem anderen für neue rentierliche Gesellschaften genehmigen, natürlich auch auf Steuerkosten.

Die Skepsis am Jahrhundertcontainerhafenprojekt wächst und auch Tourismusexperten bezweifeln nun lautstark die immer heftigeren Hafenlobbywünsche, wie z. B. dem exzessiven Ausbau der Industrie bis nach Schillig:
Zitat: „Wer jetzt noch nicht erkennen will, wie stark der Tourismus im Wangerland durch die in Wilhelmshaven eingeleitete Hafen- und Industriepolitik gefährdet ist, entzieht sich der wirtschafts- und sozialpolitischen Verantwortung für unseren Lebensraum...

Die von Dr. Kleinsteuber beführwortete Fortführung hafenorientierter Gewerbeansiedlung bis hin nach Schillig würde niemals die mitbewirkten Einkommensverluste im Tourismus kompensieren können, zumal führende Wirtschaftsinstitute die Wiedererlangung des Contantainerumschlagsniveaus der Vorjahre in Frage stellen."
[Quelle: Dr. Hartmut Luft | 08|10|2009 | Jeversches Wochenblatt]

Das lokale Heimatblatt, das sich nicht nur mit Anzeigengeschäften indirekt am steuerverschlingenden Jahrtausendhafenprojekt beteiligt, wird ebenfalls das hohe Lied vom vermeindlich rentiertlichen Projekt singen, das ist doch wohl selbstverständlich.

Belastbare Zahlen aber, wird es nicht vorweisen können und auch nicht wollen, denn am eigenen Ast zu sägen, war noch nie im Sinne des einzig am eigenen Profit interessierten Heimatblattes.

Und so geht die tägliche Volksverdummung mit 12 Millionen Euro teurem Güterverkehrszentrum zuzüglich neuer Gesellschaft inklusive neuem Geschäftsführer und erheblichen Realisierungsschwierigkeiten bei der A22 in die nächste Runde, damit die Wilhelmshavener morgen noch stolz sagen können:
Den letzten Strand [Geniusstrand] hat man uns genommen, und als Ersatz dürfen wir jetzt in unseren eigenen ungeklärten Exkrementen am Südstrand baden.

Einen krasseren Widerspruch dürfte es wohl kaum geben und diese speziellen Wilhelmshavener sind wirklich hart im Nehmen. Mit denen kann man Sachen machen, für die man andernorts aus dem Amt gejagt würde...

...und wir drücken nun schon einmal die Daumen für den Versuch einer Resolution, die bei der Bahn, laut unseren Erfahrungen, direkt in den Papierkorb wandern wird.

Bon chance!

 

Wolf-Dietrich Hufenbach
Dokumentarfilmer | Wilhelmshaven

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Links:
10|09|09 Güterverkehrszentrum?
26|06|09 Bahn JWP
25|06|09 Bahn muss Milliarden sparen|
17|06|09 Bahnanbindung JWP
08|04|09 Alles elektrisch?

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