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Links oder Rechts, das ist hier die Frage … [Teil 1]
08|06|2010



Die Mehrheit des Volkes identifiziert sich mit diesem Ziel - wählt aber nicht links, obwohl sie doch links sein müßten ...

"links ist, wo der Daumen rechts ist" - in der Weimarer Republik: "Die Justiz ist auf dem rechten Auge blind"
"Recht so'". "Ist mir recht!"
"linke Sau". "Jemand ist link."

Einziger Lichtschein am Horizont für die „linken“: "Jemand ist gut verlinkt". "Jemand ist gut verlinkst", sagt man allerdings nicht.

Die Linken werden allgemein mit Revolution, Umbruch, Veränderung assoziiert, die Rechten mit Ordnung, Sicherheit, Stabilität. So entstehen/entstanden die in der Bevölkerung allgemein und in den Medien gerne so hervorgebrachten negativen Bewertungen für „links“ und positiven Konnotationen für „rechts“.

Bei „linkem“ Gedankengut befürchtet der Deutsche Angst um sein Hab und Gut, und der Russe steht vor der Tür und droht mit Brandschatz und Vergewaltigung. So wurde es von 1933 bis 1945 jedem Deutschen eingetrichtert und eingepeitscht. Wie „linke“ Menschen wirklich denken und handeln, war in dieser Zeit nicht mehr wahrnehmbar, weil sämtliche sich „links“ verhaltende Menschen im KZ landeten oder gleich im Graben oder Schornstein. 

Aber auch vorher schon gab es offenbar tiefe Ressentiments gegenüber „links“ im deutschen Volk. Jedenfalls offiziell.

Nach der menschlichen und territorialen Katastrophe des ersten Weltkriegs, den NICHT die „linken“ angeschürt hatten, sondern ausschließlich die „rechten“, wurde die militärische und politische Niederlage der „rechten“ journalistisch umdefiniert mittels der sogenannten „Dolchstoßlegende“, die weiß machen sollte, daß in Wirklichkeit die Sozialdemokraten es waren, die den Kriegführenden gegen Ende des Krieges durch mangelnde Unterstützung des Krieges [dabei hatten sie vor Beginn des Krieges, als noch ein Parlament existierte, den „Kriegskrediten“ - zähneknirschend – zugestimmt] „in den Rücken gefallen sein“, und damit – quasi – dem deutschen Soldat einen Dolch in den Rücken, also hinterrücks [!], gestoßen hätten.

Dies wurde mit entsprechenden Karikaturen damals anfangs der 1920er Jahre journalistisch verbreitet und immer wieder wiederholt. Bis diese „These“ [reine Lüge] eine Art Wahrheitsgehalt bekam.

In den 1920er Jahren ging es in der Folge der durch den Krieg [von rechts] durcheinandergebrachten bürgerlichen Ordnung recht unruhig zu. Auf den Straßen, und auch durch diverse Attentate gegen Politiker. Die Attentate gegen linke Politiker überwogen zahlenmäßig die der Attentate auf rechte Politiker, in der justiziellen Bearbeitung dieser Fälle zeigte sich jedoch eine umgekehrte Arithmetik: Von der Justiz sagte man in der Weimarer Republik, daß sie „auf dem rechten Auge blind sei“.
Und der frisch gewählte neue Reichspräsident Friedrich Ebert ließ die Reichswehr gegen die Gewalt auf der Straße vorgehen, zur Wiederherstellung der öffentlichen Ordnung.

Die zehn Jahre später vorangetriebene Revolution von „rechts“, die „Bewegung“ der Nationalsozialisten, überlebten viele Deutsche jedoch nicht. Auch wurde alles Gewordene und Gewachsene in Deutschland und dann auch in Europa dem zielstrebigen Vorgehen der neuen Machthaber [„Linksextreme“ hatten in Deutschland noch nie die Macht im Land inne] geopfert.

Eine ganze Kultur ging unter.

Die Zeit und das Leben nach der rechten Revolution in Deutschland war nach deren Untergang nur zwölf Jahre später nicht mehr dasselbe.

Und trotzdem haben in Deutschland offenbar viele immer noch mehr Angst vor den „Bolschewisten“, und alle sozial denkenden werden mit diesen gleich in einen Topf geworfen. Vor den „rechten“ hat jedoch keiner Angst. Diese sind doch für Recht und Ordnung, wie ihr Wort „rechts“ ja schon beinhaltet.

Fassen wir also zusammen: 
Die Angst vor dem Bolschewismus ist tief in der Seele der Deutschen verankert. Die Angst vor einer Wiederholung des Dritten Reiches nicht.

Dies hat Folgen für demokratische Wahlen und für die öffentliche Rhetorik und Meinungsbildung.

Beispiel jüngste Wahlen und Koalitionspoker in NRW:
Die FDP lehnt Verhandlungen über eine mögliche sog. „Ampel-Koalition“ von vornherein ab mit der Begründung, sie wolle sich nicht mit Leuten [SPD] treffen, die Verhandlungen auch „Linksextremisten“ [die „LINKE“] angeboten hätten. Es geht hier gar nicht um die Frage, ob die LINKE in eine Koalition mit der FDP eingebunden werden soll, sondern allein das Zusammentreffen von SPD-Leuten mit diesen „linken Bazillen“, möchte man wohl am liebsten aussprechen, denn das ist genau hier das Bild, allein das Gesprächsangebot an diese, völlig unabhängig von dessen Ausgang, löst bereits eine Kontaktsperre der FDP gegenüber denen aus, die mit den Bazillen [hat so noch niemand aktuell wortwörtlich gesagt] in Kontakt gekommen sind.

Dieses wird von Journalisten und Moderatoren in Talk-Shows unwidersprochen so stehen gelassen. Keiner hinterfragt diese von der FDP als zutiefst undemokratisch gezeigt Haltung.

Wenn man sich die Personen anschaut, die die FDP in Nordrhein-Westfalen nach dem zweiten Krieg gegründet haben, so ist dort eine nicht unerhebliche zumindest personelle Nachfolge aus den ehemaligen Naziparteien bzw. der einen Partei feststellbar. Es gibt dazu inzwischen wissenschaftliche Untersuchungen. Auch beim aktuellen Programm der FDP, die sich als Verfechter einer „Neuen Sozialen Marktwirtschaft“ [neo-liberale Bewegung] sieht, lassen sich Fragezeichen stellen hinsichtlich deren Verwurzelung noch in der „freiheitlich demokratischen Grundordnung“.

Ob die FDP noch auf dem Boden der deutschen Verfassung steht, ist die eigentliche Frage.

Aber journalistisch beschossen wird die LINKS-Partei, und auch vom Verfassungsschutz überwacht, weil sie linksextreme Teile in sich habe, und sich nicht von diesen genügend abgrenze. 

Leben [biologisch] entwickelt sich organisch, das heißt in einem immer wieder neu zu findenden Gleichgewicht zwischen Geschlossenheit und Offenheit des Systems. Der Körper des Menschen atmet ein, und atmet wieder aus. Er nimmt Fremdes in sich auf [Nahrung, Luft], und scheidet aus, was er davon nicht gebrauchen kann. Gegen besonders Unangenehmes und Gefährliches [Viren, nicht-nützliche Bakterien] hat er sogar ein spezielles Abwehrsystem [Immunsystem].

Wenn man den Körper vor Neuem generell schließt, geht er ein. Bereits nach 2 Minuten, wenn man keine frische Luft zuführt.  Nach einigen Tagen, wenn er kein frisches Wasser bekommt. Nach ein paar Monaten, wenn es an frischer fester Nahrung fehlt. Der Mensch kann ohne „Neues“ offenbar nicht lange überleben. Er ist ein offenes System mit Schranken.

Anders offenbar einige Parteien:
Die Konservativen betonen gerne in ihrer Rhetorik die sogenannte „Geschlossenheit. Nichts von innen darf nach außen dringen außer dem fertigen Produkt. Die Parteien des „linken“ Spektrums geben sich gerne lieber betont offen, sind gleich per „Du“, und alle Strömungen dürfen in ihnen Platz haben, sowohl besonders ausgeprägt linke, wie an der LINKS-Partei in NRW aktuell kritisiert wird [s.o.], als auch ausgeprägt „rechte“, wie beispielsweise Wolfgang Clement, der offen mit den Mächtigen in der Wirtschaft harmoniert, oder der als konservativ geltende „Seeheimer Kreis“.

Die SPD scheint bei diesem Spagat gerade unterzugehen.

Ihr Immunsystem scheint nicht richtig zu funktionieren, vielleicht haben längst fremde Viren innerhalb ihres ursprünglichen Systems [Vertretung der sozial Schwächeren] das Ruder übernommen, nur keiner merkt' s.

Gerhard Schröders „Ich will hier rein“ bekommt in diesem Zusammenhang eine völlig neue Bedeutung. Alarm und Anti-Körper wären angesagt. Aber das ganze wird in Kauf genommen, um Kompetenz auf dem Feld der „Wirtschaft“ zu suggerieren.

Ihre Gegner sind jedenfalls nicht so blöd. Deshalb haben sie auch mehr Erfolg.
 
1. Zu guter Letzt: Die SPD benennt, zusammen mit den Grünen, einen Konservativen als Kandidat für das Bundespräsidentenamt [Joachim Gauck]. Dieser äußert sogar öffentlich, daß er viele gute Freunde bei den Konservativen und der FDP hat. Christian Wulff hat keine Freunde bei den Linken. Ist jedenfalls bisher nicht bekannt. Die Sozialdemokraten wollen die Konservativen aber offensichtlich rechts überholen [oder anbiedern?]. In de StVO ist das verboten. In der Politik nicht. Es wird lediglich über den Verlust der eigenen Klientel geahndet. Macht aber nichts. Die deutsche [Bundestags-]Rente ist sicher.


Heidi Berg

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