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Dass Deutschland kein souveräner Staat ist, ist nichts Neues
05|07|2013



... unter dem Adler im Reichstag hängen schon längst die unsichtbaen Direktleitungen der Mikrofone zur Weltmacht.

Jetzt wird angesichts der sichtbaren Tätigkeit ausländischer Geheimdienste in unserem Land und angesichts der Überwachung von Internet und Telekommunikation empört darüber gerätselt, was sich US-Amerikaner und die Briten bei uns und in Europa erlauben.

Das musste man erwarten, nachdem auch bei den Verträgen zur Deutschen Einheit nicht dafür gesorgt worden ist, dass wir ein souveränes Land werden. Ich habe die Einschränkung der Souveränität als Bundestagsabgeordneter Ende der achtziger Jahre und Anfang der Neunzigerjahre handfest erlebt. Darüber will ich kurz berichten. Albrecht Müller.

Die Südpfalz, der Wahlkreis, in dem ich damals kandidierte und den ich in Bonn vertrat, war in mehrerer Hinsicht von mangelnder Souveränität betroffen: Wir waren wie einige andere Regionen in Deutschland von Tiefflugübungen meist US-amerikanischer Militärmaschinen geplagt; es gab in der Region und in der Nachbarschaft – von Pirmasens bis Kaiserslautern – Kasernen, Militär-Flughäfen, Munitionsdepots und vermutlich auch Giftgaslager der Alliierten; bei uns waren Patriot-Raketen stationiert; von Ramstein aus starteten beim ersten Golfkrieg 1990 schwere Bomber in Richtung Irak; die Soldaten der Alliierten unterstanden nicht der deutschen Gerichtsbarkeit, usw..

Die Tiefflugübungen dienten erkennbar nicht der Abwehr der Bedrohung durch die Sowjetunion und den Warschauer Pakt. Hier wurde der Einsatz von Militärmaschinen für die weltweite Intervention geübt. Wegen der sehr schweren Belastung durch Tieffluglärm haben sich viele Menschen engagiert. Sie haben demonstriert und Ballons in den Himmel steigen lassen. Ich selbst begleitete und unterstützte dieses Engagement durch eine Klage gegen die Bundesrepublik Deutschland, die die Alliierten vertreten hatte. Wir haben es gemeinsam geschafft, die Belastung durch tief fliegende Militärmaschinen zu verringern. Aber komplett beseitigt ist diese Belastung nicht.

Mir war bei dieser Auseinandersetzung schon klar geworden, dass der deutschen Seite die Hände gebunden waren. Noch deutlicher wurde dies dann bei den Verhandlungen der Verträge zur deutschen Einheit. Offenbar legten die Alliierten großen Wert darauf, dass ihre besonderen Rechte auch über den Tag der deutschen Einheit hinaus fortbestehen.

Die Entscheidungsfindung fand in einer geheimnisumwitterten Grauzone statt. In der SPD-Fraktion und auch im deutschen Bundestag wurde nicht offen über den Fortbestand der Sonderrechte gesprochen. Offensichtlich waren jedoch die Fraktionsführung und auch die fachlich zuständigen Kollegen eingeweiht. Jedenfalls bekam ich den Druck dieser Parteifreunde deutlich zu spüren, als ich meinen Widerstand gegen den Fortbestand der alliierten Sonderrechte nicht aufgeben wollte.

Eine kleine Episode kennzeichnet schlaglichtartig die Konstellation: der Spitzenkandidat der SPD für die rheinland-pfälzische Landtagswahl des Jahren 1991, Rudolf Scharping, hatte im Landtagswahlkampf lautstark gefordert, Rheinland-Pfalz dürfe nicht weiter der Flugzeugträger der USA in Deutschland und Europa sein. Als Scharping dann Ministerpräsident geworden war, reiste er zu Beratungen nach Washington. Als er wieder kam, war keine Rede mehr davon, die besondere Rolle von Rheinland-Pfalz als amerikanische Luftwaffenbasis nicht weiter spielen zu wollen. Noch mehr. In einem Gespräch in der sozialdemokratischen rheinland-pfälzischen Landesgruppe im Bundestag weigerte sich der neue Ministerpräsident ausdrücklich, der Festlegung im SPD Grundsatzprogramm vom Dezember 1989 für ein Ende beider Militär-Blöcke zu folgen. Scharping war offensichtlich davon unterrichtet worden, dass die Sonderrechte der USA und der anderen Alliierten in Deutschland fortbestehen, auch über den Tag der deutschen Einheit hinaus.

Auf dem Hintergrund dieser Erfahrungen kann ich nur anmerken, dass mich nichts an den neuen Offenbarungen zu Überwachung und Tätigkeit der alliierten Geheimdienste überrascht.

Quelle: nachdenkseiten | Albrecht Müller


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