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Gorleben ist überall
20|11|2010



Einige Städte sagen öffentlich und ganz deutlich, dass sie Atomtransporte ablehnen.

Atomtransporte über Wilhelmshaven

Wieder einmal ist ein Transport mit plutoniumhaltigem Material über deutsche Häfen genehmigt worden. Bei der strahlenden Nuklearfracht handelt sich um 951 für Russland bestimmte Brennelemente aus dem atomaren Zwischenlager Ahaus, die in maximal 18 Castor-Behältern verpackt sind. Genehmigt wurde der Transport am 23. Sept. 2010 vom Bundesamt für Strahlenschutz [BfS]. In welchem Hafen das Teufelszeugs verladen werden soll, teilte das BfS jedoch nicht mit. Üblich ist es, die Transporte in einer Nacht- und Nebelaktion durchzuführen.

In Bedrängnis geraten jetzt die Grünen wegen ihrer Regierungsbeteiligung in NRW, Hamburg und Bremen:

- In NRW, von wo aus die hochradioaktive Fracht abtransportiert wird, wollen SPD und Grüne die drohenden Transporte von atomwaffenfähigem Uran und Plutonium aus dem Zwischenlager Ahaus nach Russland offenbar verhindern.

- In Bremen wird ein Moratorium gefordert, nachdem jüngst „…30 Tonnen Brennelemente in Bremerhaven verladen [wurden].“ [TAZ, 26.09.10] Und dies, obwohl der Bremer Senat lt. Pressemitteilung vom 08.09.09 ‚…die Transporte von Atombrennstäben aus dem britischen Sellafield zum Atomkraftwerk Grohnde über bremische Häfen und durch das Stadtgebiet von Bremen oder Bremerhaven aus politischen und aus Sicherheitsgründen entschieden ablehnt.’

- Aus Hamburg liegen noch keine Informationen vor. Doch die Erwartungshaltung der grünen Wählerschaft an den schwarz/grünen Senat dürfte auch dort groß sein.

Die politisch domestizierten Grünen-Platzhirsche zieht es zum Protestieren indessen ganz besonders gerne nach Gorleben im schwarzgelb regierten Niedersachsen, wo sie ungehemmt Opposition spielen können. Dort rollte am 07. November der letzte Castor-Transport.

Und während sich die Medienscheinwerfer wieder auf Gorleben richteten, könnte es sein, dass in deren Schlagschatten mit atomwaffenfähigem Material bestückte Castorbehälter in einem niedersächsischen Hafen verladen werden. Die niedersächsische Landesregierung erklärte sich bereits am 05. Juli 1988 grundsätzlich dazu bereit, den Umschlag von bestrahlten Brennelementen aus Atomkraftwerken über niedersächsische Häfen zu gestatten.

Emden und Cuxhaven kommen wohl eher nicht dafür in Frage, weil die BürgerInnen sich dort als sehr wachsam erwiesen und sich in großer Zahl spontan gegen Transporte radioaktiver Frachten über die Straßen bzw. Eisenbahngleise ihrer Stadt und deren Umschlag in ihren Häfen gewehrt haben [s. Gegenwind Nr. 248].

Einen solchen Beweis müssen die Nordenhamer und Wilhelmshavener erst noch antreten…


Wilhelmshaven - atomfreie Zone

Atomkraft? Nein dankeFür Wilhelmshaven als Umschlagplatz spricht, dass das Nds. Wirtschaftsministerium am 01. Okt. 1988 bekannt gab, dass Atomtransporte über Wilhelmshaven möglich seien.

Zwar hat der Beschluss des Rates der Stadt Wilhelmshaven vom 21.09.1988, in dem der Transport und Umschlag von radioaktiven Stoffen über die Jadestadt abgelehnt und die Verwaltung aufgefordert wird, alle rechtlichen Möglichkeiten zur Verhinderung zu nutzen, weiterhin Bestandskraft. Ob die Verwaltung da was Anwendbares rausgefunden hat, ist nicht bekannt. Genau so wenig bekannt ist, ob sie dem Auftrag des Rates überhaupt nachgekommen ist. Es dürfte allerdings auch nicht einfach sein, Atomtransporte durch Wilhelmshaven auf dem Rechtswege zu stoppen.

Wenn Rat und Verwaltung der Stadt Atomtransporte wirklich verhindern wollen, dann müssten sie das so wie die Cuxhavener machen: Dort hat die Stadt dafür gesorgt, dass sich die dortige Hafenbetreiberin „Cuxport GmbH“ gegen den Umschlag von nuklearen Brennelementen ausgesprochen hat.

Wenn es die entscheidenden Vertreter der Stadt Wilhelmshaven wirklich ernst meinen mit der Ablehnung des Transports und Umschlags von radioaktiven Stoffen über die Jadestadt, dann müssten sie zunächst bei der städtischen „Hafenbetriebsgesellschaft Wilhelmshaven mbH“ dafür sorgen, dass die kein Nuklearmaterial auf kommunalem Hafengebiet dulden. Zudem müsste man bei dem Betreiber des Nordhafens - der Umschlagfirma „Rhenus Midgard Wilhelmshaven GmbH & Co. KG“ - darauf drängen, dass sie das Lagern und den Umschlag atomarer Frachten auf ihrem Betriebgelände nicht duldet. Mit diesen Schritten könnten sie zudem beweisen, wer in Wilhelmshaven die Hosen anhat.

Übrigens:
Für Anfang nächsten Jahres stehen sieben weitere – immer wieder verschobene - Schiffsladungen mit insgesamt 64 plutoniumhaltigen Mischoxid-Brennelementen zum Umschlag in  deutschen Häfen an. Die sollen aus der Wiederaufbereitungsanlage Sellafield/GB [alias Windscale] zum Einsatz im Atomkraftwerk Grohnde herantransportiert werden. Wilhelmshaven liegt da schon allein verkehrsgeografisch nicht so ungünstig.

Jochen Martin

Quelle: Gegenwind

Nachtrag:
Die bremischen Häfen haben sich inzwischen auch gegen einen Atomtrasnport ausgesprochen - Hamburg probt noch den Aufstand.

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