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Bauplatz statt Spielplatz ...
26|06|2010



Jahrelang vernachlässigt: Die Spielplätze Wilhelmshavens und ganz plötzlich in Baugrund verwandelt! Wilhelmshavenr Systematik?

In großer Aufmachung wirbt die Sparkasse Wilhelmshaven in einer Beilage zur „Messe Immobilia“ [Wilhelmshavener Zeitung vom 28. Mai 2010] und verspricht den Interessierten viele Informationen zu den Themen Bauen, Erneuern und Verschönern.

In dieser Beilage kann man aber auch vom Verkauf freier Grundstücke in Wilhelmshaven lesen. Bedingt durch den starken Zuwachs an Einwohnern ist es nur logisch, dass in Wilhelmshaven noch viele Grundstücke bebaut werden müssen.

Da spielt auch der Leerstand von ca. 4.000 Wohnungen und Häusern keine Rolle mehr!
 
Auch das Baugebiet Altengroden West, dass bis zum letzten Jahr eigentlich ein Spielplatz war, wurde durch die Stadt – über die Köpfe der Anwohner hinweg – umgenutzt und steht jetzt als Bauland zur Verfügung.
 
Ein angeblich unbenutzter Spielplatz, so der O-Ton von Oberbürgermeister Menzel, Stadtrat B. Rech und einigen anderen „führenden“ Kommunalpolitikern. Schon in den 80er und 90er Jahren verweigerte die Stadt die Aufstellung von Spielgeräten, weil angeblich schon zu der Zeit kein Geld dafür vorhanden war, obwohl damals ca. 2,4 Millionen DM Erschließungskosten geflossen sind.

Dann Ende der 90er wurde der Spielplatz, der noch immer keiner war, eingezäunt. Spielgeräte wurden bis heute nicht aufgestellt. Wen wundert es, dass Kinder diesen „Spielplatz“, der in Wirklichkeit eine eingezäunte und ungepflegte Wiese ist, nicht benutzen.

Wohl nur unsere Kommunalpolitiker!

An einem Vormittag wurde selbst unser Stadtoberhaupt aktiv und hat bei tollstem Regenwetter ein Handyfoto gemacht [lt. WZ-Bericht], um zu dokumentieren, dass dieser „Spielplatz“ tatsächlich nicht genutzt wird. Zu einer unmöglicheren Zeit hätte man das Foto kaum machen können! Der Entschluss unseres Oberbürgermeisters war deshalb einfach strukturiert und klar – dieses Grundstück kann Bauland werden!
 
In verschiedenen Ratssitzungen und Jugendhilfeausschuss-Sitzungen wurden die Kriterien zur Umnutzung des Spielplatzes zum Bauplatz festgelegt. Erstaunlich, aber für Wilhelmshaven nicht unüblich, ist dieser Personenkreis so gut wie nie vor Ort gewesen oder hat sich mit der Thematik näher befasst!

In mehreren Alibiveranstaltungen mit Anwohnern und dem Bürgerverein Altengroden, die in der Ruscherei stattfanden, wollte man lediglich beruhigen. Die Umnutzung war aber bereits im März 2009  beschlossene Sache und wurde schriftlich durch die SGW bestätigt. Dieses Schreiben, entweder durch Indiskretion oder aus Versehen versandt, liegt vor! Die danach folgenden Besprechungen dienten nur noch der Wahrung demokratischer Schauspielkunst, in der Hauptrolle der Stadtbaurat Kottek.
 
Merkwürdig erscheint es, wenn in Ratssitzungen bestimmte Ratsmitglieder für ihre eigenen Stadtteile Sicherheiten und keine Veränderungen der dortigen Örtlichkeiten lautstark einfordern. So zum Beispiel Herr Adam, als es um den Dorfanger in Himmelreich/ Coldewey ging.

O-Ton des Herrn Adam:
„Der Dorfanger wird nicht angefasst, er bleibt so wie er ist, es wird dort nichts zum Bauland geändert!“

Eine komplett uninformierte Ratsfrau, wohnhaft in Altengroden, hatte in dieser Angelegenheit gar nichts mehr zu bieten. Sie wusste nicht einmal, für wie viele Kinder dieser Spielplatz einst ausgelegt war.
 
Wie geht es nun weiter?

Falls dieses Grundstück bebaut werden sollte, ist mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen. Baufahrzeuge, Baulärm und baubezogene Aktivitäten werden stattfinden. Aber damit nicht genug!
Was ist mit den 25 Jahre alten Linden in der Auricher Straße? Die Beseitigung würde in grober Weise gegen den Naturschutz verstoßen und sicherlich auch gegen andere umweltrelevante Bestimmungen. Notfalls drohen den „Umweltfrevlern“ auch Strafanzeigen in großem Umfang.

Die Anwohner appellieren bereits jetzt an die untere Naturschutzbehörde sowie an den Umweltdezernenten Herrn Dr. Graul. Es sollten sich aber alle angesprochen fühlen, die sich dem Naturschutz verbunden fühlen.
 
Und so ganz nebenbei erwähnt:
Die betroffenen 11 Linden stehen bereits unter Naturschutz, haben entsprechende Größen und Durchmesser, sind katalogisiert, registriert und fotografiert.

Deshalb fordern die Anwohner die Stadt Wilhelmshaven auf:
„Lasst diese Bäume stehen, sie sind von „unseren“ Geldern gekauft worden und dienen auch dem Image unserer „grünen Stadt am Meer“, zerstört nicht noch mehr Natur!“

Es ist das Recht der Stadt, Grundstücke zu verkaufen, es ist aber nicht das Recht einer Stadt, zu Lasten nachfolgender Generationen, das letzte Tafelsilber auch noch zu verhökern!
 
In der Ratssitzung vom 16. Juni 2010 wurde der Bebauungsplan 92B „Westlich Altengroden“ für die Bebauung zum Verkauf genehmigt, bei 3 Gegenstimmen. Und die WZ schrieb am 18. Juni 2010, dass Neubauten dort bis zu einer Höhe von 11,50 Metern gebaut werden dürfen.

Diese Information ist unrichtig, richtig ist vielmehr, dass die ehemaligen Baupläne für dieses Baugebiet eindeutig aussagen:
Dächer mit 20 – 40 Grad Dachneigung und eingeschossige Bauweise bis maximal 8,50 Metern Höhe.


Aber auch hier ist damit zu rechnen, dass die Stadt wieder einmal Sonderrechte für sich in Anspruch nimmt und versucht, die Angleichung der Bebauung an die Miethäuser Altengroden Nord zu erreichen. Auch die Stadt Wilhelmshaven hat sich, wie jeder Anlieger, an die vorgegebenen Bauvorschriften und Unterlagen zu halten! Ungleichbehandlungen würden einmal mehr auf Unverständnis bei den Bürgern stoßen.

In der letzten Ratssitzung wies der Kreisvorsitzende der CDU, Herr Felbier, genau auf diese Problematik hin. Der bürgernahe Fraktionsvorsitzende der SPD, Herr Siegfried Neumann lehnte süffisant und lapidar, wie immer, ab. Kein Wunder, er wohnt in Heppens! Hier wird dann wohl der Stadtbaurat gefordert sein, um auf die korrekte Einhaltung der Bestimmungen zu achten. 
 
Derweil formiert sich der Widerstand in der Auricher Straße. Mit dem Appell „Finger weg von unserer Lindenallee in der Auricher Straße“ machen die Anwohner deutlich, dass sie weitere Eingriffe nicht mehr so einfach hinnehmen werden.
 
Am Ende bleibt aber dennoch der schale Beigeschmack, denen – die sich nicht wehren können – wieder ein Stückchen mehr genommen zu haben. Und sei es nur ein Stück Wiese, die man durch das Aufstellen von Spielgeräten zu einem Spielplatz und einem Treffpunkt für Kinder hätte machen können.
 
Armes Deutschland und noch ärmeres Wilhelmshaven!

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Horst Walzner
"Miesmacher" und Mitglied der Freien Wähler | Wilhelmshaven

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