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Alles elektrisch?
08|04|2009



Durch diese hohle Gasse soll er kommen, der elektrische Zug zum JadeWeserPort - am besten steuerlich subventioniert.

Als wir den Artikel von Joachim Tjaden veröffentlichten, dachten wir an nichts Böses. Wir wollten nur einmal wieder zeigen, wie per Salamitaktik Steuergelder locker gemacht werden sollen, die vor Baubeginn des Jahrtausendhafens nie und nimmer irgendwie einen Rechnungshof ohne Einschränkungen oder Kürzung passiert hätten.

Schon die Lärmschutzmaßnahmen waren den Hafenbauern zu teuer und sollten mit vereinten Bahnkräften unter den Tisch fallen. Erst öffentlicher Druck ermöglichte, was für Lobbyisten zum Selbstzweck gehört: Steuergelder für die Lärmschutzmaßnahmen, denn 50,1 Prozent der Bahn gehören dem Staat.

Inzwischen haben wir recherchiert und viel Material gesichtet und uns immer wieder gewundert, dass Projekte einer Verteuerung unterliegen, die zunächst gottgewollt erscheint.

Sogar das Kohlekraftwerk von Electrabel [jetzt GDF-Suez] soll sich inzwischen um 200 Millionen Euro auf etwa 1,2 Milliarden Euro verteuert haben. Das wiederum hat zur Folge, dass die Abschreibungen längere Zeiträume in Anspruch nehmen werden und Wilhelmshaven wohl bis zum Sankt Nimmerleinstag darauf warten kann, bis dieses Dorf am Jadebusen irgendwann einmal einen Cent Gewerbesteuer sieht. Nebenbei werden die Extrakosten natürlich auf den Bürger umgelegt, d. h. der Strom wird selbstverständlich auf lange Sicht teurer.

Aber wir waren ja beim Thema Bahn, d. h. bei der Elektrifizierung der Strecke Ölweiche [alter Golfplatz Wilhelmshaven] bis hinein in den Hafen.

Joachim Tjaden war auf einer Anhörung und hat auf Nachfrage die Bestätigung bekommen, dass die Bahn nur bis zur sogenannten Ölweiche elektrifiziert. Den Rest der Strecke muß der Hafenbauer, sprich Eurogate selbst anlegen.

Weil die JadeWeserPort Illustrierte so schnell dementierte, dass Herr Tjaden Unrecht hätte, kam uns das ein wenig komisch vor, d. h. wer das Hilfslokalmedium schon länger kennt, den wundert eigentlich gar nichts mehr.

Unsere und seine Recherchen decken sich allerdings, so dass entweder Herr Kluth nicht weiß von welchem Hafen er spricht oder es wurde von den Redakteuren nicht zu Ende recherchiert.

Daraufhin haben wir nun der JadeWeserPort - Realisierungsgesellschaft eine Rechercheanfrage geschickt:
Zitat: "Bürgerportal Wilhelmshaven: Rechercheanfrage: Bahnanbindung JWP

geschehen am Jadebusen, den 07|04|2009

Sehr geehrter Herr Kluth,

heute stand in der Lokalzeitung ein Artikel zur Bahnanbindung des JadeWeserPorts [JWP] an das Teilstück Ölweiche - Sande.

Es wurde berichtet, dass der JWP von der Ölweiche bis zum Hafen elektrifiziert werden soll.

Aus unseren Recherchen wissen wir, dass in den Rangierbahnhof zur Raffinerie nicht elektrifizeirt werden darf. Man nannte uns hier Sicherheitsgrüde, wie z. B. Funkenflug.

Unsere eigenen Recherchen bei der Bahn widersprechen den Aussagen im heutigen Artikel der Lokalzeitung.

Die Bahn wird also nicht bis zum JWP elektrifizieren, sondern das wird eine private Investition werden.

Desweiteren sprach Herr Joachim Tjaden auch von einem anderen Gleis, worüber Kohlezüge abgeführt werden sollen.

Laut Bahn darf aber nur ein bestimmtes Kontingent an Dieselloks die zukünftige Strecke zwischen Ölweiche und dem Anschluß in Sande befahren.

Die Aussagen von Herrn Tjaden sind somit bis hierhin richtig, die der Lokalzeitung nicht ganz vollständig recherchiert.

Wir wüßten nun, wer die Elektrifizierung und den Betrieb der Bahnstrecke JWP bis Ölweiche übernimmt, ob es überhaupt erlaubt ist die Strecke zu elektrifizieren und was es wen kosten wird und ob diese Investition schon in den bestehenden Etat der Infrastrukturmaßnahmen eingebunden ist.

Für eine schnelle Beantwortung unserer Rechercheanfrage wären wir Ihnen sehr dankbar."

Wir sind schon gespannt auf das nächste Dementi im ortsansässigen Leitmedium.

Die gigantische Enteignung des Staates durch profitorientierte Unternehmer, die Erwin Wagenhöfer in seinem Film "Let´s make money" so treffend beschreibt, können sie z. Zt. in Wilhelmshaven live erleben, jeden Tag, wenn die Rammstöße in Rüstersiel wieder ganze Straßenzüge morgens aus den Federn reißen.

Allein im Jahre 2008 verteuerte sich der Boomtown-Hafen um 125 Millionen Euro - und natürlich alles Steuergelder.



Wolf-Dietrich Hufenbach
Dokumentarfilmer | Wilhelmshaven

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