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Die Schokoladenseite Wilhelmshavens wird berühmt
28|09|2010



Manchmal ist die Möwendichte bei den Fäkaleieneinleitungen ähnlich, wie auf einer Mülldeponie.

Die Fäkaleieneinleitungen an den Südstrand von Wilhelmshaven, also die letzte öffentliche Badezone, wurden am 27. September 2010 geradezu von den Medien aufgesogen

Ein guter Tag für die Bürgerinitiative, "Die Kaiserlichen KananlarbeiterInnen", die sich seit Ende 2006 für die 100prozentige Einstellung der Fäkalieneinleitungen stark macht und ein schwarzer Tag für die hohen Herren der Wilhelmshavener Behörden, die mitsamt dem Wilhelmshavener Heimatblatt die Sauerei deckeln, wo es nur geht.

Endlich ist auch raus, was eigentlich schon mehr als bekannt ist, dass die Wilhelmshavener Politik in der Vergangenheit vorsätzlich versäumte, die Einleitungen abzuschalten.

Erst seit die Bürgerinitiative ihre Öffentlichkeitsaufklärung begann, regten sich die Dezernenten, das Gesundheitsamt, die Wilhelmshavener Entsorgungsbetriebe, die untere Wasserbehörde und nicht zuletzt die Kommunalpolitiker, von denen einige bis heute trotz Einleitungen am Südstrand baden.

Versprechen machten nach zwei Pseudogutachten die Runde, dass man die Einleitungen mit knapp 20 Millionen Euro, einem Feinsieb und einer noch zu bauenden Druckrohrleitung, um 90 Prozent reduziert werden könnten.

Die Kaiserlichen KananlarbeiterInnen entlarvten diese von der Stadt vorgeführten Berechnungen binnen Minuten und sogar die Gutachter mußten sich eingestehen, den Mund etwas zu voll genommen zu haben und kamen nach echten Recherchen in Wilhelmshaven zum gleichen Schluß, wie die Bürgerinitiative:


- maximal 48 Prozent sind möglich.


Der Kultur- und Umweltdezernent Dr. Jens Graul weiß sich z. Zt. wieder nur mit einer sogenannten Halbierungslüge weiterzuhelfen und verkündet schon vor Ablauf des Jahres, dass eine Reduzierung um 50 Prozent durch die Maßnahmen erreicht werden konnte.

Leider ist er da auf dem Holzweg, denn die Menge der ungeklärten Fäkalieneinleitungen, die in diesem Jahr das Banter Siel passierte, ist auf das Wetter zurückzuführen. Viel Schnee zu Beginn des Jahres reduzierte die Einleitungsmenge erheblich und auch sonst fiel längst nicht so viel Regen, wie in den Vorjahren.

Auch die Anzahl der Einleitungstage sind kein Indiez für eine Reduzierung durch Maßnahmen der Stadt, was man im Vergleich der öffentlich gemachten Einleitungsmengen der Wilhelmshavener Entsorgungsbetriebe ablesen kann:

2007 | 90 Einleitungstage | 888.055 m3 | Banter Siel-Südstrand

2008 | 55 Einleitungstage | 1.009.525 m3 | Banter Siel-Südstrand

2009 | 45 Einleitungstage | 671.900 m3 | Banter Siel-Südstrand

Dass die Werte überhaupt öffentlich sind, ist ebenfalls eine Errungenschaft der Bürgerinitiative "Die Kaiserlichen KananlarbeiterInnen", die übrigens 2008 den Preis für Zivilcourage erhielt, allerdings nicht von der Stadt, sondern vom Bürgerportal Wilhelmshaven.

Bei RTL Regional vom 27. September 2010 hat sich die Verwaltung wie immer nichts vorzuwerfen und in 2 - 3 Jahren wird man laut Kultur- und Umweltdezernent Dr. Jens Graul, der wegen seiner diversen Aussagen in Sachen Fäkalieneinleitungen inzwischen traurige Berühmtheit errang, nicht mehr über das Thema reden.

Das finden wir natürlich großartig und reihen diese Aussage in die Kathegorie Verwaltungsmärchenstunde ein, denn die Stadt hat die Maßnahmen gerade erst wegen der städtischen Finanzkrise zurückgestellt. Die geplante Druckrohrleitung wird ein stündliches Abpumpvolumen von 3.500 Kubikmeter erreichen, was bedeutet, dass man auch in Zukunft abpumpen muß.

Im Juli diesen Jahres wurde innerhalb einer Woche 5mal eingeleitet, aber das verunreinigte Gewässer wurde nie beprobt und für 72 Stunden gesperrt, wie nach europäischer Richtlinie vorgeschrieben. Der Verwaltung geht es also nicht um ein sauberes Badegewässer und damit die Gesundheit der Badegäste, sondern darum, das Thema nicht weiter "hochkochen" zu lassen, damit wenigstens noch ein paar Badegäste den Südstrand von Wilhelmshaven besuchen, und die Hotels und Gaststätten keinen Supergau erleben.

Die Krönung aber ist die Aussage, dass die Badegäste, die dort baden gehen selber Schuld hätten, wenn sie nicht wüßten, was dort los ist.

Wir machen uns jetzt ernsthafte Sorgen um die Gesundheit von Dr. Jens Graul, der, wenn er ahnungslos in der braunen Brühe schwämme, garantiert der Erste wäre, der sich Sorgen um seine Gesundheit machen würde.

Am 27. September 2010 tauchte ein DPA-Artikel in diversen Portalen auf:

aerztezeitung.de

krankenkassen.de

N24

GREENPEACE Magazin

NWZ inside

... und vielen mehr.

Ein Satz wird natürlich Raymond Kiesbye, den Chef der Wilhelmshavener Touristik und Freizeit GmbH besonders erfreuen:
Zitat: " ... Die Urlauber würden sowieso die weißen Sandstrände ganz oben im Norden bevorzugen, sagen die Touristiker im Ort."

Das ist natürlich mehr als motivierend für die Tourismus-Planungen der nächsten Jahre.

Die Bürgerinitiative, "Die Kaiserlichen KananlarbeiterInnen" haben einen Riesenerfolg für sich verbuchen können und die Verwaltung, die sich äusserlich nichts anmerken läßt, gerät nun zunehmend unter Druck.

Die Verschärfung der Europäischen Richtlinien für Badegewässer und die Einleitungen in das Naturwelterbe Wattenmeer liegen nun schwer im Magen und sollte jemand nachweisen können, vom Bad in der Braunen Brühe ernsthaft krank geworden zu sein, dann muß die Stadt zahlen, d. h. die BürgerInnen mit ihren Steuergeldern, nicht diese merkwürdigen Dezernenten oder die Vorgesetzten vom Gesundheitsamt oder gar diverse PolitikerInnen aus dem Stadtparlament.

Jahrelange Versäumnisse treten nun zutage und die leeren Kassen werden nicht dazu beitragen, das Problem der Fäkalien auf eine Europäische Norm senken zu können. Da hilft nur das älteste poitische Allheilmittel:
Verschweigen und Aussitzen, bis in den Ruhestand.

Das werden "Die Kaiserlichen KananlarbeiterInnen" wohl kaum mitmachen, denn die nächsten Fäkalieneinleitungen in der kommenden Saison sind schon vorprogrammiert ... und die BürgerInnen und Touristen werden auch weiterhin fröhlich beschissen, wenn es darum geht, Auskunft darüber zu geben, was denn wirklich in die Badezone gepumpt wird.


Wolf-Dietrich Hufenbach
Dokumentarfilmer | Wilhelmshaven

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