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Wahrheitsunterdrückung – zeitlos!?
16|11|2010



[Bild | Karikatur vergrössern] 18|04|07 Chorknaben
Wir möchten noch einmal an die Karikatur zugunsten des amtierenden Gesundheitsamtsleiters Dr. Rübsamen aufmerksam machen.

Kern eines Stücks, das Henrik Ibsen 1882 schrieb und das seit Juni d.J. im Kleinen Haus des Oldenburger Staatstheaters zu sehen ist, ist ein wissenschaftliches Gutachten, mit dem belegt wird, dass gesundheitsschädliches Abwasser überschlecht verlegte Rohre in das Wasser des städtischen Kurbades gelangt und dieses verseucht.

Geradezu gespenstisch wirkt der Bogen, der sich zu Verhaltens- und Handlungsweisen schlagen lässt, die sich heute in ähnlichen Fällen ergeben.

Im Stück versucht der Bürgermeister mit allen Mitteln, den wissenschaftlichen Befund herunterzuspielen und die Wahrheit zu unterdrücken. Geradezu klassisch sind die Mechanismen, deren er, seine Helfer in der lokalen Presse und ein Bürgervertreter sich bedienen: Diffamierung des Badearztes, der die Wahrheit ans Licht bringen will, Schüren von Angst vor den wirtschaftlichen Folgen, die das Kurbad, die Stadt und die eigenen Konten treffen können, und schließlich die Instrumentalisierung der Bürger, die den Badearzt zum Volksfeind machen.

Der Blick auf das Grundproblem, nämlich auf die für die Badenden existierenden Risiken durch Verseuchung des Badegewässers, wird so gezielt ausgeschaltet.

Wer sieht da nicht die deutlichen Parallelen zu unserer Kommune?

Noch im April 2007 gab der Leiter des Gesundheitsamtes auf einer Bürgerversammlung bekannt, dass Messdaten während einer Folge von Einleitungen Konzentrationen darmbürtiger pathogener Keime am Fliegerdeich erbrachten, die weit über den zugelassenen Grenzwerten lagen. In späterer Zeit war davon öffentlich nicht mehr die Rede. Vielmehr wurden und werden die Folgen der Direkteinleitungen der Abwässer für Mensch und Umwelt heruntergespielt.

Mit Vorgaben für Probenahmen wird jongliert, so dass die veröffentlichten Ergebnisse nur noch geringe Konzentrationen der pathogenen Keime zeigen. Hygienisch unwirksame Maßnahmen wie der Einbau des Feinsiebs werden als wirksame Methode gelobt, obwohl ein Feinsieb weder Bakterien noch sonstige mit Urin und Kot ausgeschiedene Substanzen aufhält.

Der Oberbürgermeister versucht, Proteste zu ersticken, indem er Bürgerinnen und Bürger als Nestbeschmutzer, Skandalisierer oder Miesmacher bezeichnet. Da wird emotionalisiert, diffamiert; Forderungen, die Verunreinigungen des Badegewässers abzustellen, werden als „vollkommen überzogen“ bezeichnet.

Autokratisch wird über Sein oder Nichtsein des Problems befunden, ganz wie in Ibsens Stück „Der Volksfeind“. Wahrheit wird behördlich unterdrückt, das Aufgreifen des Skandals durch die überregionale Presse als Imageverlust der Stadt beweint.

Hinzu kommt, wie es schon Ibsen beschrieb, das Schüren der Angst vor wirtschaftlichen Folgen für den eigenen Geldbeutel, wenn man aufgrund der Proteste das Kanalnetz sanieren müsste. Damit wird versucht, behördliche Verantwortung für die Misere der Badegewässerverschmutzung auf die Protestierer abzuwälzen.

Es lohnt sich, das Stück anzuschauen, nicht nur, weil es hervorragend inszeniert und gespielt wird, sondern auch, weil darin die Zeitlosigkeit der Mechanismen von Wahrheitsunterdrückung in unserer Gesellschaft ganz deutlich wird.

Dr. Gisela Gerdes

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18|04|07 Chorknaben

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