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Ist die Krise eine Krise?
27|05|2010



Die Krise wütet schon lange in Wilhelmshaven. Die Schäden der größtenteils selbst verschuldeten Wilhelmshavener Problematiken waren allerdings noch nie so deutlich sichtbar wie heute. Hier das Beispiel Stadthalle: ca. 1 Mio Euro Kosten pro Jahr für eine fast ungenutzte Bausünde bis 2019.

Wirtschaftskrise, Bankenkrise, Konjunkturkrise, Börsenkrise, Eurokrise, Immobilienkrise - es gibt viele Bezeichnungen für das, was wir seit inzwischen drei Jahren erleben. 

Denn es war der Frühsommer 2007, als die amerikanische Subprime-Krise nach Europa über schwappte. Immer wieder versuchten Politiker seit dem Optimismus zu verbreiten und kündigten das Ende der Krise[n], zumindest aber eine Erholung der Wirtschaft an.

Was von der Politik angekündigte Beendigungen für eine Werthaltigkeit haben, das wissen wir spätestens, seit der ehemalige US-Präsident George W. Bush auf einem amerikanischen Kriegsschiff das Ende des Irakkrieg bekannt gab. Es war 2003, als Bush auf dem Flugzeugträger USS Abraham Lincoln den Irakkrieg per Order-del-Mufti für beendet erklärte. Seit dieser Erklärung wurden mehr Soldaten und Zivilisten im Irak getötet, als vorher. Und noch heute, 7 Jahre nach der Ankündigung Bushs, tobt der Krieg im Irak wie am ersten Tag.

Die Entwicklung der Weltwirtschaft zeigt eindrucksvoll, dass Politiker sagen und reden können, was sie wollen. Die Musik auf den weltweiten Börsen machen andere. Und die bestechen zwar Politiker, interessieren sich aber ansonsten reichlich wenig für deren Aussagen. Und so ist es wenig verwunderlich, dass auf den Regen keine Sonne folgt, sondern wir uns seit Jahren im Londoner Bankennebel verirren.

Die europaweit größte Bankenlobby sitzt genau da, wo der Nebel scheinbar erfunden wurde – in London. Regen und Schlechtwetter gehören für diese Herren zu Lebensalltag. Und meist ist der Regen hausgemacht und stellenweise durchaus gewollt. Wer ganze Heerscharen an Schirmträgern beschäftigt, der fürchtet den Regen nicht. Und wenn alle Angestellten ihre Dienste versagen, dann bleiben ja immer noch die Rettungsschirme der Steuerzahler, die mit Sicherheit für trockene Füße bei den Bankern sorgen werden.

Die wirklich entscheidende Frage aber ist, ob die derzeitigen Krisen überhaupt überwunden werden können!? Erlaubt die Systematik des Kapitalismus ein dauerhaften Überleben der bekannten Strukturen? Wenn unser Weltwirtschaftssystem vom dauerhaften Wachstum abhängig ist, ist es dann über lebensfähig? Wer soll Renditeversprechen von über 25% bezahlen. Denn jeder Euro, der gewonnen wird, wird an anderer Stelle verloren!

Wer heute Zinsen auf seine Geldanlage erwartet, der muss damit leben, dass diese Rendite von anderen Menschen bezahlt wurde. Wir alle wollen aber zu denen gehören, die bekommen und nicht bezahlen. Und genau das erlaubt unser System nicht. Würden alle gewinnen, wäre eine ungebremste Inflation die logische und unausweichliche Konsequenz. Daran kann auch kein Versprechen der Politik etwas ändern.

Stetiger Wachstum und stetige Gewinne auf der einen Seite bedeuten also stetige Armutssteigerung und stetige Verluste auf der anderen Seite. Ein Ausweg wäre das dauerhafte Drucken von Geld, wobei wir aber wieder bei der unausweichlichen Inflation wären. Ein Teufelskreis, der nicht zu durchbrechen scheint.

Verhindert wird der Zusammenbruch des Systems nur durch die breite Streuung von Verlusten. So wurden in den vergangenen Jahren ganze Gesellschaftsschichten, ganze Generationen um ihr Erspartes gebracht. Mit viel Hoffnung angelegtes geld wurde in wenigen Minuten an den Börsen vernichtet. Bankenpleiten und Aktionärsenteignungen verteilten die Verluste, die es braucht um Gewinne zu erwirtschaften, auf die Bevölkerung.

Eine weit größere Summe wurde aber versteckt über Bürgschaften und Kredite der Bundesregierung und weiterer Länder aus Steuergeldern aufgebracht. Auch dieses Geld wurde dringend benötigt, um die Gewinne zu sichern. Leider wurden die Gewinne aber schon vor Jahren erzielt. Wir zahlen also heute den Preis für die Gewinne der vergangenen Jahre. Jeden Cent, den wir als Rendite auf unsere Anlagen bekommen haben,  müssen wir heute zurückzahlen.

Wenn aber der Ausstieg aus dem System nicht gewünscht ist, wenn wir aus Krisen und Zusammenbrüchen nichts lernen wollen, dann bleibt nur eine Konsequenz. Wir leben mit den Verlusten und der Erkenntnis, das wir für Gewinne eben auch bezahlen müssen. Es geht also nicht mehr darum, wann eine Krise beendet ist, sondern nur noch, wie stark sie ausfällt, wie lange sie andauert und wann die nächste kommt.

Auch in der jetzigen Krise wird schon wieder verdient. Banken steigern ihre Gewinne, an den Börsen wird gezockt, der Ölpreis gleicht einer Achterbahnfahrt und die Wirtschaft macht, was sie will. Und die heute generierten gewinne werden summiert, um zu gegebener Zeit als Bumerang auf uns zurück zu fallen. Und wieder wird es heißen, dass das Ende der Krise in Sicht sei, der Arbeitsmarkt sich erholt, die Prognosen gut sind und alles sowieso gut wird.

Wir begründen unglaubliche Schulden mit der Krise. Wir begründen den dramatischen Sozialabbau mit der Krise. Wir begründen die Arbeitslosen, Insolvenzen und Verluste mit der Krise. Und wie war es nochmal vor der Krise – Sozialabbau, Arbeitslosigkeit, Schulden – es geht voran!


Tim Sommer

Quelle:
www.timsommer.de

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