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Schutz von Lebensgrundlagen vs. Profitstreben
30|10|2010



Manchmal ist auch bei Michael von Teichman [FDP] Schweigen Gold wert, wenn man Oberbürgemeisterkandidat ist.

Manche Spaßvögel suggerieren gerne, man müsse einen Kompromiß finden zwischen hemmungsloser Ausbeutung der Natur und „natürlichem“ Gewinnstreben von Unternehmern sowie entsprechendem Konsumgebaren von Bürgern: nicht alles ist einer Schlichtung zugänglich.

So wie Wilhelmshaven auch keinen Kompromiß machen konnte zwischen „sanfter“ Industrie und Naturerlebnis [„grüne Stadt am Meer“ mit Meeresstränden]. In Wilhelmshaven sehen wir jetzt den Salat rhetorischen Schönredens: Die gesamte Region ist für Tourismus „out“, d.h. tot.

Darüberhinaus kommen auf die hier noch lebenden Normalbürger nicht unerhebliche Umweltbelastungen zu. Zu den Schwermetallemissionen der nun bald zwei Kohlekraftwerke und der ehemaligen Alu-Suisse und den Emissionen der Ineos ehemals ICI kommen – falls der Containerhafen je in Betrieb geht – Belastungen aus der bei Containern häufig vorgenommenen Begasung des Inhalts zwecks Konservierung hinzu.

Hamburg hat bereits entsprechende Probleme mit den frei werdenden Giften bei Entladung bzw. Öffnen von Containern. Von den Kloake-Einleitungen am Südstrand habe ich jetzt noch gar nicht gesprochen.

Angesichts dieser gewaltigen Belastungen und Bodenversiegelungen nebenbei erscheint es schon etwas sehr zynisch, daß OB-Kandidat Dr. Michael von Teichmann am Mittwoch in der Ratssitzung bei der Diskussion über den auszuwählenden Belag für den zu renovierenden Sportplatz des ESV in Bant sich wortgewaltig gegen einen Kunststoffrasen ausspricht mit Hinweis auf die beträchtliche „Bodenversiegelung“ und daß dann Amseln und Drosseln keine Regenwürmer mehr finden würden. Was für eine Steilvorlage für Herrn Tjadens Replik „Amsel, Drossel, Fink und Meise ...“ und die Bemerkung, daß durch den Jade-Weser[?]-Port so einige Wattwürmer sich jetzt durch Beton zu graben hätten.

Allerdings hielt Herr von Teichmann einen Sportplatz im Stadtsüden ohnehin für überflüssig, da die dortigen Einwohner schließlich „zu arbeiten hätten und nicht Fußball zu spielen“.

Dieser Zwischenruf sollte dieses Jahr die „goldene Palme für Arroganz“ bekommen.


Daß die FDP sich neuerdings für Biotope in Form von Gras- oder Schlackeplätzen [Fußball/Sport] stark macht, ist wahrhaft erstaunlich. Es ist aber nur das geronnene Extrem eines allgemeinen gedankenlosen Konsumdenkens verbunden mit der Vorstellung, die „TECHNIK“ könne notfalls schon alles wieder gerade biegen, wenn mal etwas schief ginge. Oder man hat sich bereits in ein „Nach MIR die Sintflut“-Denken hineingeflüchtet.

Die Krönung in Sachen Vereinnahmung von ökologischen Fachbegriffen durch Vertreter grenzenlosen Wirtschaftswachstums war in der Ratssitzung aber das Kriterium „Nachhaltigkeit“ für die Aufstellung eines genehmigungsfähigen Haushalts: Nach Worten von OB Menzel sei die Finanzierung einer Fußballplatz-Reparatur nur dann „nachhaltig“, wenn der Fußballplatz langfristig Profit einbrächte oder strukturell zu Besserungen im städtischen Haushalt führen würde. Dies sei bei Fußballplätzen für die Jugend nicht der Fall. Es sei deshalb keine „rentierliche Maßnahme“.

Na, Gott sei Dank. Wenigstens dem Artenschutz hat OB Menzel seine Referenz erwiesen: Nur die Züchtung von Rentieren [rentierliche Maßnahmen] auf dem Fußballplatz könnte der drohenden Überwachung des Haushalts durch die Kommunalaufsicht genügen. Tiere mit Migrantenhintergrund [Lappland] erlaubt, Jugendliche mit Migrantenhintergrund verboten. Nicht RENTIERLICH. Wie sehr wünschte ich mir, Herr OB Nasehoch würde mal das Heimatland der Rentiere aufsuchen und dort gleich bleiben: dort werden Weihnachtsmänner dringend gesucht!

Wir hatten mal einen solch schönen Planeten. Und wir wissen es alle! Und wir haben so viel Informationen, über vergangene oder bedrohte Schönheit, wir haben Parlamente und wir haben Informationen über die gegenwärtig weiterhin vorgenommenen Bedrohungen unseres Paradieses in Form von Regenwaldrodungen/-austilgungen, Überfischung der Weltmeere auch in den entlegendsten Regionen, um den gewaltigen Energie- und Hunger im engeren Sinne zu stillen.

In den Nordmeeren wird Grill [Hauptnahrungsmittel für Wale] inzwischen mit Riesen-Staubsaugern „eingesammelt“, ohne dieser Lebensform auch nur die geringste Chance zur Erhaltung der Art mittels Fortpflanzung und Regeneration der Bestände zu lassen. Statt sich solchen Themen im Bundestag, in der Öffentlichkeit usw. zuzuwenden, wird auf Demonstranten eingeprügelt, Export-Wachstums-Jubel-Orgien gefeiert und Arbeitslosenzahlen kleinst-gerechnet.

Das Problem ist:
Einmal ausgestorbene Arten kann man auch mit noch so viel Nobelpreisträgern und Bildungsoffensiven in Kindergärten und Schulen nicht mehr zum Leben wiedererwecken. Die Chipkarte von Frau von der Leyen [damals im Menschenzeitalter sehr fruchtbare Vertreterin ihrer Art] wird in das Reich des ewigen Vergessens und der Nutzlosigkeit eintauchen.

Und:
Wer weiß wirklich, ob der Mensch nach seinem physischen Tod, bei manchen ja schon eher als bei anderen, wirklich in einem paradiesischen Himmel landet mit Jesus, Petrus mit dem Schlüssel usw.? Vielleicht wird die Seele des Menschen ja dort auch nur weiter abgezockt, von einer Petrus Schlüsseldienst GmbH z.B.? Alles nur ein kleiner Marketing-Trick der Kirchenfunktionäre mit dem Himmel und so?

Und:
Was, wenn etwa der Dalai Lama recht hat und sein Volk seit Jahrtausenden, daß nämlich die Seele unter Umständen wieder zurück muß auf die jämmerliche und inzwischen öko-holocaust-förmige ERDE? Life reloaded. Back to „LOS“. Ziehe NICHT 4000 DM ein! Auch nicht den entsprechenden Gegenwert in Euro oder Genußscheinen.

Dann lande ich in einer vom Menschen zur Daseinswüste degradierten Erde.

Dort steht ein Schild:
Wäre eigentlich nicht nötig gewesen, die Zerstörung, aber Auto fahren ist doch so schön! Und so geil!


Tja, eine Atmosphäre und Bühne für das Ausleben Deiner Geilheit mußt Du dann erst mal suchen. Nix Kornfeld mehr. Wächst nicht mehr wegen Klimawandel. Die meteorologischen Grunddaten für erfolgreiches Wachsen und Gedeihen sind etwas durcheinander gebracht durch Erfindungen wie das Bruttosozialprodukt.

ABER:
Der Artenreichtum bei den PKWs!!! Exponentiell zugenommen hat, kurz vor dem Ende. Gigantisch, was es da alles für Modellreihen gab. Und Videos liegen da noch rum in der Wüste von strahlenden Auto-Vorstandsvorsitzenden quietsch-vergnügt hinter einem Steuer eines Porsche Cayenne auf einer Auto-Messe.

Da gab's noch Blondinen zum Fortpflanzen damals in Genf im Autosalon. Wie schade.

Jetzt pflanzen sich nur noch Quallen und Blaualgen fort. Muß man sich halt in einem dieser Lebewesen reinkarnieren. Auch mal was anderes. Vielleicht ist das ja auch ganz lustig. Mindestens so wie eine Ratssitzung im Menschenzeitalter vor dem ökologischen Holocaust.


Wer meint, es gäbe da einen Kompromiß zwischen grenzenlosem Wachstum und sich gegenseitig ausbalancierenden Leben in der Natur, der irrt sich gewaltig über die Gesetze der Natur und des Lebens.  


Heidi Berg

P.S. Ist Herr Wilfried Adam [Jahresgehalt 60.000 Euro in einer Hafenbetriebsgesellschaft [Steuerzahler] ohne Hafen] eine RENTIERLICHE Maßnahme?


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