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Luxus muß sich wieder lohnen
21|12|2010



Am 30. September 2009 lächelte er noch fröhlich von Berliner Plakaten, direkt neben: Arbeit muss sich wieder lohnen!

Guido bleibt an Bord

Der Luxusliner FDP ragt nur noch 3% über die Wasseroberfläche der bundesrepublikanischen Akzeptanz. In solch einer dramatischen Situation darf man sein Schiff doch nicht alleine lassen!

Auch dann nicht, wenn man selbst an dessen Havarie mitgewirkt hat, denkt sich Guido. Jetzt erst recht!

Möchte sich Guido Mövenpick [bald picken ihn die Möwen von Deck, har har!] für den neuen Tapferkeitsorden des neuen TV-Gel-Sternchens vom Hindukusch bewerben? „Guido Westerwelle hat trotz starker Gefechtslage [sozialer Kampf um den schwindenden Wohlstand der Deutschen] den Feind [die unteren zwei Drittel des deutschen Volkes] nicht aus den Augen verloren!“, tönt es in der neuen Wochenschau von Johannes B. Kerner, unter zarten Klängen von Marschmusik und Donnergetöse im Hintergrund.

Wenn Guido so weiter macht, wächst ihm bald so ein Betonbart wie Ayatollah Khomeini oder seinem Bruder im Geiste, Bin Laden. Nicht weil Guido gewalttätige Absichten hätte, aber den gleichen missionarischen Eifer. „Steuersenkung“ tönt es von den blau-gelb gestrichenen Minaretts auf deutschen Banktürmen und Hotels. „Leistung muß sich wieder lohnen – für die Reichen!“. Vielleicht montiert Guido auch ein Megaphon auf sein Dolmus [türkisches Taxi] -ähnliches Guidomobil und verkündet die frohe Botschaft gleich selbst im Land.

Vielleicht ist es aber auch bloß verletzte und bedrohte Eitelkeit. Für diesen Orden wäre dann Arbeitsloseneinpeitscherin und Glückspielautomat Ursula von der Leyen zuständig.

Guido, Sternzeichen Steinbock, wähnt sich an der Spitze einer Bewegung, die Schluß machen soll mit sozialschmarotzerischem Gesindel und spätdekadenten Politikern. Steinböcke sind gerne an der Spitze. Vorne. Oben. Schlecht nur, wenn sie vor lauter Privilegien für Führungskräfte und gesalbadertem Lob von Lobbyisten, die ihn nur an diese Spitze gehievt haben, um mit seiner Hilfe kräftig abzusahnen [Mißbrauch der repräsentativen Demokratie], die eigentliche Verantwortung ihres Amtes, welches immer dieses auch ist, aus den Augen verloren haben. Oder auch nie richtig gelernt haben.

Steinböcke haben auch die Fähigkeit, eine klare und konsequente Audrucksweise sich zu erarbeiten. Dieses hat Westerwelle ohne Zweifel getan. Aber auf was ist diese Klarheit und Markigkeit im Ausdruck gerichtet? Aus was ist sie entstanden und geronnen? Aus Verantwortung für die Mitmenschen, die keine solchen rhetorischen Fähigkeiten haben und trotzdem einen „fair share“ [angemessenen Anteil] am Leben haben wollen?

Guido Westerwelle hat sich in seiner persönlichen und charakterlichen Entwicklung stets auf die Repräsentanten von Effektivität und wirtschaftlichen Erfolg ausgerichtet und ist deren Zielen treu geblieben, auch als er ein demokratisches Amt verliehen bekam. VERLIEHEN. Nicht geschenkt. Und nicht zum ausschließlich persönlichen Gebrauch eingerichtet. Guido Westerwelle hat nie wirklich begriffen, was es heißt, eine Gemeinschaft [von allen] zu organisieren. Verantwortung heißt nicht, die Sahne abzuschöpfen und dann zu gehen. [„Absahnen“ nennt man das ja dann auch, und nicht Verantwortung].

Verantwortung heißt zu schauen, wo das schwächste Glied ist, weil dort die Kette reißen kann. Oder: Der Bergführer richtet sich immer im Kraxel-Konvoi [Seilschaft im positiven Sinne] nach dem Langsamsten und nicht nach dem Schnellsten.

Westerwelle hingegen ist nur geübt, das, was ein erlesener und meist hinter verschlossenen Türen agierender geheimer Zirkel sich so ausdenkt, tatkräftig und entschlossen umzusetzen. Er ist ein glänzender Diener seiner Klientel, die ihn hoch gebracht hat. Er ist aber nicht ein Repräsentant des deutschen Volkes.

Das Amt des Außenministers hat er offenbar nur wegen des damit verbundenen Renommés angestrebt und beansprucht. Nicht um das Ansehen der Deutschen im Ausland zu verbessern. Allenfalls um die privaten Interessen einiger großen deutschen Wirtschaftsunternehmen im Ausland profitabel zu vertreten. Die Interessen von global agierenden Unternehmen, solange es sich rechnet. Sobald es sich besser rechnet, den Firmen-, Einkommens- und Vermögenssitz ins Ausland zu verlegen, wird dies auch gemacht. Oder aber angedroht, um die heimische Steuerlast zu mindern. Für solche Interessen hat sich Guido in dieses ehemals sehr angesehene deutsche Amt vereidigen lassen. Wahrscheinlich mit einem Eurostück zwischen seinen Fingern und der Bibel während des Schwurs.

Interessant ist, aus welcher Richtung gerade Rufe nach seiner Abberufung laut werden: Aus den eigenen Reihen. Nicht aus der Parteispitze, aber aus den Parteiregionen, in denen aufgrund der zu erwartenden schlechten Wahlergebnisse bei den nächsten Landtags- und Bundestagswahlen Mandate, und damit Pfründe und geschäftliche Einflußmöglichkeiten, verloren zu gehen drohen. Die Schüsse kommen aus der zweiten Reihe. Unüberhörbar dieses Wochenende. Wie ernst die Lage ist, kann man u.a. an dem scharfen Ton von Birgit Homburger erkennen, die versucht, über den Bordlautsprecher die meuternden Parteisoldaten wieder zur Parteiräson und Geschlossenheitsideologie einzuschwören. Wer nicht bald Ruhe gibt, wird Kiel geholt, mag sie vielleicht denken.

Vielleicht sind die derzeitigen Vorgänge innerhalb der FDP die ersten Vorboten der unübersehbaren Krise des Kapitalismus auch im politischen Bereich. Im Privaten sind sie längst an der durch die Politik der CDU/CSU/FDP und unter Schröder auch der SPD neu entstandenen breiten Unterschicht [ehemals Mittelschicht] zu erkennen. Die FDP ist die Partei des reinen Kapitalismus sozusagen. Ohne soziale Mätzchen und Rührseligkeiten.

Die Pseudo-Rechtsstaatspartei, die die erworbenen Anwartschaften von Millionen von Arbeitnehmern auf Arbeitslosengeld und -hilfe einfach hinwegfegen wollte. Ironischerweise hat ausgerechnet die SPD dies dann für sie erledigt. Aber auch in dieser reinrassigen Kapitalismus-Partei gibt es jede Menge Parteilinge, die auf Kosten des Steuerzahlers und nicht durch normalen Broterwerb ihr Dasein fristen wollen. Und die proben nun den Aufstand.


Na dann man tou.

Edward John Smith [1850-1912], am 15. April 1912 eines unnatürlichen Todes im Nordatlantik verstorben, würde vor Neid erblassen, wenn er Guido Westerbugwelle jetzt so unbeirrt am Steuer seiner 3-5%-Partei sehen würde. Der Kapitän der Titanic hatte es auch nur gut gemeint, seine Passagiere möglichst schnell [aber eben nicht sicher] an ihr Ziel zu bringen.

Heidi Berg


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