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Guido macht mobil ...
20|02|2010



Jeder Stadt ihren Gu-i-do - das neue Motto der FDP! Wilhelmshaven hat schon einen: Dr. Michael von Teichmann, Vorsitzender der ortsansässigen FDP!

Einer müsse ja den Karren ziehen, sagte Guido Westerwelle in seiner Aschermittwochpredigt vom 17. Februar 2010 und meinte damit wohl sinngemäß, die Arbeitslosen seien eher unwillig, Leistungen zu erbringen, obwohl sie durch Hartz IV-Bezüge alimentiert würden und diese Hartz IV-Bezüge von steuerzahlenden Bürgern erbracht würden.

Oh, wie hatte unser aller Bundesaußenminister dann auch wieder zielsicher seine Tiraden gegen Erwerblose losgelassen und über den Stammtischen der Republik waberten sogleich die nach Arbeitspflicht für alle Drückeberger geifernden Dunstkreise, die mit dem Schlachtruf, man möge doch endlich die Bezüge für die Arbeitslosen kürzen, ihren Widerhall in einer rmit überdimensionierten Lettern reichbeBILDerten Zeitung finden werden.

Was nützt angesichts solch stimmgewaltiger Ausbrüche denn eine einzelne veröffentlichte Meinung, wie ich sie am 17. Februar als „Medizinischen Aschermittwoch“ postuliert, an Herrn Dr. Guido Westerwelle und als Kopien an die Bundestagsfraktionen der CDU / CSU, der Linkspartei, der FDP, der SPD , der GRÜNEN und auch an die Wilhelmshavener FDP-Ratsleute Frau Susanne Bauermeister und Herrn Dr. Michael von Teichman per Mail versandte?    

Doch welche Überraschung: Jener Herr Dr. von Teichman wandte sich eilfertig mit einer Antwort an mich, allerdings ohne Anrede und kam sogleich zur Sache:

Er schrieb mir wie folgt:
„ ... 1. Ja, stimmt, wenn man sich ins Zeug legt, kann man was werden in diesem Lande. Das ist nur nicht jedem gegeben.
2. Gibt offenbar eine ganze Reihe von Leuten, die genug Zeit haben, so lange Pamphlete zu schreiben. Wie wäre es mal mit produktiver Arbeit?
Schöne Grüße! Dr. Michael von Teichman ...“.
 
Klingt da nicht bereits der unterstellende Vorwurf durch, dass diejenigen, die sich inhaltlich mit den verbalen gegen Arbeitslose gerichteten Ausfällen des FDP-Bundesvorsitzenden und Bundesaußenministers Dr. Westerwelle öffentlich beschäftigen, sich entweder scheuen zu arbeiten, gar faul sind und sich nur in die gemütliche soziale Hängematte legten?

Wie definiert Herr Dr. von Teichman überhaupt produktive Arbeit? Ist nicht bereits jeder Gedanke, den ein Mensch führt, schon produktive Arbeit? Wenn dem so ist, dann hat Herr Dr. von Teichman in seiner an mich gerichteten vierzeiligen Antwort kaum produktive Arbeit geleistet, um das mal nebenbei festzuhalten.  

Vermutlich aber geht es ihm um etwas anderes. Er meint wahrscheinlich produktive Arbeit im Sinne von Erwerbsarbeit und unterstellte damit wiederum, die Arbeitslosen müssten sich nur bequemen, Arbeit zu suchen - ob als 1,50 Euro-Jobber oder für 3,50 Euro netto die Stunde - dann würden sie auch von der Gesellschaft und insbesondere von ihm anerkannt und geachtet.

Natürlich wissen Herr Dr. von Teichman und sein großer Vorsitzender Dr. Guido Westerwelle selbst ganz genau, dass es keine Arbeitsplätze in ausreichender Zahl für Millionen Arbeitslose gibt - Arbeitsplätze, von denen man ohne Aufstockung der Bezüge leben kann.

Der Spruch „Wenn man sich ins Zeug legt, dann kann man was werden in diesem Lande“ stimmt also sogesehen nicht, denn: Würden sich zeitgleich alle Arbeitslosen „ins Zeug legen“, müsste ja in Kürze die Arbeitslosigkeit beseitigt sein, was auch Herr Dr. von Teichmann nach reiflicher Überlegung selbst arg bezweifeln dürfte / müsste.


Das Problem ist nämlich, und das verschweigen die Herren Dres. Westerwelle und von Teichman, dass die Einkommen, die als Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld gewährt werden, nicht deutlich unter jenen Einkommen liegen, die in den unteren Lohngruppen am Arbeitsmarkt erzielt werden können und deshalb fordern sie die Absenkung der Hartz IV-Bezüge und nehmen damit gleichzeitig die Verarmung und Verelendung einer Minderheit billigend in Kauf.

Ob damit zusammenhängend auch die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 9. Mai 2010 zu sehen wäre angesichts der derzeitigen schlechten bundesweiten Umfragewerte der FDP? Sehr gut möglich, denn im Augenblick liege sie laut FOCUS-online bei 7 Prozentpunkten, bei der Bundestagswahl im September 2009 hatte die FDP noch 14,6 Prozent erreicht.             

Auch deshalb macht Guido vermutlich mobil und versucht, die Stammtische anzuheizen. Schließlich müsse ja einer den Karren ziehen, wie er in seiner Aschermittwochpredigt vom 17. Februar 2010 von der populistischen Kanzel brüllte.

Überhaupt: Mobil?
War da nicht was vor Jahr und Tag mit einem gelben Spaßmobil? Davon hört man überhaupt nichts mehr. Heute nennt sich Guido Westerwelle Außenminister ... mit seinem kleinen Spielzeug-Spaßmobil kam er damals wohl besser zurecht, wo hat er es versteckt? Er sollte es ruhig wieder herauskramen, denn die Karre braucht er nicht zu ziehen, die kann er in seiner kleinen Spielecke gegen die Wand fahren, so oft er will ...




Hans-Günter Osterkamp

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