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Johann Janssen erklärt Populismus
11|09|2010



Johann Janssen auf dem Podium der AoR-Veranstaltung der ver.di im Jahre 2009.

Das die BILD und andere reaktionäre Medien auf den populistischen Zug Sarrazins aufspringen, sollte nicht verwundern.

Viel zu lange mussten sich bürgerliche Schichten zusammenreißen, um ihre reaktionären, ihre latent faschistischen und ausländerfeindlichen Vorurteile nicht an die Öffentlichkeit kommen zu lassen.

Sarrazin und die reaktionären Medien haben es nun geschafft, dass eigentlich linke Politiker, die sich selbst dem Antifaschismus verschrieben haben, Forderungen und Behauptungen aufstellen, die so nicht zu akzeptieren sind.

So hat die Wilhelmshavener Zeitung [WZ] den Ratsabgeordneten der LINKEN, Johann Janssen, zum Freitagsinterview gebeten. Hintergrund ist die aktuelle Debatte um Sarrazin und sein unsägliches “Buch”.

Bereits in seiner ersten Antwort verwirrt Janssen vollends. Auf die Frage, ob er das Buch und die Aussagen Sarrazins für populistisch halten würde, antwortet Janssen, dass man das sagen könne, es aber nicht stimme, da das Thema die Menschen interessieren würde. Sein Buch wäre “mutig und richtig”

Wunderbar. Johann Janssen erklärt den Populismus. Und in seiner eigenen Antwort bestätigt er den Populismus Sarrazins und seinen eigenen.

Populismus [von lat.: populus, das Volk] bezeichnet eine um „Nähe zum Volk“ bemühte Politik, die Unzufriedenheit, Ängste und aktuelle Konflikte für ihre Zwecke instrumentalisiert, indem sie Gefühle anspricht und einfache Lösungen vorstellt.
[Quelle: Wikipedia]

- noch Fragen, Herr Janssen?

Janssen bezeichnet Sarrazins volksverhetzende Thesen als “mutig”. Wenn von “Juden-Gen” gesprochen wird, wären wir Deutschen etwas empfindlich. Der Populismus Janssens findet scheinbar keine Grenzen.

Auch bemängelt Janssen das Ausschlussverfahren der SPD gegen Sarrazin und bezeichnet dieses als ein “Trauerspiel”. Er würde als “Nazi diffamiert”. Die Partei DIE LINKE hat zwischenzeitlich sogar Strafanzeige gegen Sarrazin gestellt.

Weiter behauptet Janssen, es gäbe in der Rhein- und Weserstraße besondere Probleme mit den Ausländern. Auch der Autor dieses Artikels wohnt dort und versteht die Welt nicht mehr. Janssen, der selbst in einer der [von ihm kritisierten] “ruhigen Gegend der Oberschicht” wohnt, hat hier jeglichen Realitätsbezug verloren.

Janssen sieht ein Problem in der Bildung von “Subkulturen”. So würde sich die Polizei nicht mehr in Teile der oberen Marktstraße trauen, um ihren Pflichten als Ordnungsmacht nachzukommen. Der Staat müsse eine “breite Brust” zeigen und seinen Ordnungsaufgaben klar nachkommen.

Wenn wir als Touristen nach New York, London oder in andere Großstädte fahren, erfreuen wir uns an Soho, Chinatown oder anderen Vierteln, in denen wir die gesamte Vielfalt der Kulturen erleben dürfen. Für Janssen sind dies “rechtsfreie Räume” – ein Sprachgebrauch, der bisher nur in der Nazi-Szene bekannt war.

Subkulturen aus denen auch in Deutschland ganze Kulturbewegungen entstanden sind, werden von Janssen plötzlich verurteilt. Autonome linke Zentren, die Bestandteil dieser Subkultur sind, scheint Janssen somit auch nicht zu akzeptieren, obwohl er diese immer verteidigt hat.

Oder sollte Janssen die Meinung vertreten, dass nur Deutsche das Recht auf Subkultur haben? Zumindest billigt er selbst bekennenden Nazis zu, ihre menschenverachtenden Ideen und Theorien zu verbreiten. Er scheint kein Problem zu sehen, wenn Nazis an unseren Schulen Flugblätter und CD´s verteilen. Sie sagen ja “nur” ihre Meinung.

Zwar hat auch Johann Janssen gegen den NPD-Parteitag in Wilhelmshaven demonstriert, sagt aber in dem Interview, dass auch Nazis Meinungsfreiheit hätten.

Interessant ist auch die Forderung Janssens nach Sanktionen. Schulschwänzer und mangelnde Deutschkenntnisse sollten mit Strafen belegt werden. Hinter dieser Forderung Sarrazins würde Janssen voll stehen.

Schon heute werden Arbeitslosengeld II-Empfänger mit empfindlichen Geldstrafen bedacht, wenn ihre Kinder die Schule schwänzen. Es wird nicht versucht, die Eltern bei der Erziehung zu unterstützen, sondern gedroht und sanktioniert.

Welche Sanktionen fordert Janssen? Sollen wir Asylsuchenden, die aus Angst um ihr Leben nach Deutschland flüchten, in ihre Heimat abschieben, weil sie sich nicht integrieren wollen? Janssen wäre einer der ersten, der versuchen würde, eine solche Abschiebung zu verhindern.

Asylanten sind nicht in Deutschland, weil sie es wollen. Sie sind hier, weil sie aus nackter Angst flüchten mussten. Das Asyl an Bedingungen zu knüpfen, ist keine Politik der LINKEN.

Sarrazin ist Populist, verbreitet menschen- und völkerverachtende Thesen, fordert Sanktionen und wiegelt ein Land und seine Medien auf. Janssen steht, als Politiker und Mensch hinter vielen der Thesen Sarrazins. Wie weit hat es der Neofaschismus in Deutschland schon gebracht!?



Tim Sommer

Quelle:
www.timsommer.de

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Kommentare

Michael Zinn | Wilhelmshaven
Johann Janssen ist hier wohl übers Ziel hinausgeschossen, manche seiner Thesen und Meinungen sind verwirrend und es bedarf einer Erklärung, wie er dazu kommt.
Allerdings möchte ich hier bemerken, und es ist dabei für mich unwesentlich, wie ich politisch ticke, ich habe eine ambivalente Meinung zum Thema Integration und Ausländer, und da gibt es für mich derzeit auch nix dran zu rütteln, die meisten hier lebenden Migranten stehen zu Deutschland und seiner Lebensform, zu seinen Gesetzen u.s.w., aber es gibt auch andere. Und die stehen nicht zu diesem Land, haben Probleme mit der Integration, legen auch keinen Wert darauf. Sie haben keinen Respekt vor unserer Lebensform, unserer Religion, vor Frauen, vor deutschen Nachbarn vor deutschen Behörden, etc etc. Das sind Realitäten, wie ich selbst sie schon erlebt habe, und da lass ich mir auch von Herrn Sommer und Co. keinen latenten Rassismus, der ja nach seiner Meinung im deutschen Volk vorherrscht, unterstellen

Ich befürchte, dass es Herrn Sommer hier nicht vordergründig um das unglückliche Interview Janssens mit der WZ geht, und wohl auch nicht, um die multikulturelle Fahne hochzuhalten, nein, es sind parteiinterne Fiesheiten, die hier ausgelebt werden, um unliebsame Parteigenossen zu diskreditieren und politisch "wegzuräumen". Weil, ja weil die Posten und Pöstchen Begehrlichkeiten wecken. Denn ohne Absprache und vorheriger Anfrage bei J. Janssen, gegen Parteikollegen öffentlich zu schießen, egal, was der Betreffende nun falsch gemacht hat, ist wenig anständig und hat nach meiner Auffassung ebenfalls nichts mit linker Politik zu tun.

[Zitat Sommer]
Populismus [von lat.: populus, das Volk] bezeichnet eine um „Nähe zum Volk“ bemühte Politik, die Unzufriedenheit, Ängste und aktuelle Konflikte für ihre Zwecke instrumentalisiert, indem sie Gefühle anspricht und einfache Lösungen vorstellt.
[Quelle: Wikipedia]

- noch Fragen, Herr Janssen? [Zitat Ende]

Nein, aber ich hätte da noch eine Frage, Herr Sommer? Ist es nicht auch Populistisch, so gegen Parteigenossen vorzugehen? Indem Sie aktuelle interne Konflikte für Ihre Zwecke instrumentalisieren??


Bernd Ramien | Wilhelmshaven
Mit Verlaub, Tim, das einzige was hier wirklich populistisch ist sind Deine sinnentstellten und aus den Zusammenhängen gerissenen Zitate des Interviews versehen mit Kommentaren, die auf der Grundlage irgendwelcher zusammengereimter Verschwörungstheorien beruhen. Das nimmt ja schon fast bedenkliche Formen an. Plumper kann man mit dieser \"Knüppel auf den Sack\" - Masche nicht an die Öffentlichkeit gehen. Man darf den Augenblick nicht verpassen, an dem man sich nur noch selbst schadet. Und damit meine ich nicht Johann Janßen, denn kaum ein anderer kennt sich in Sachen Migration in Wilhelmshaven so gut aus wie er und handelt entsprechend seiner uns allen bekannten Maxime!





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