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Bundespräsidentenwahl
18|06|2010



Bei Joachim Gauck scheiden sich trotz Hochlobung anscheinend die Geister.

Jetzt heißt es: Wulff im Schafspelz oder „Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann“

Die Gebärmaschine ist aus dem Rennen. Aber zu welchem Preis: Der Sieger aus der Koalitionskandidatenkür Wulff muß nun einen anderen alternativlosen Kandidaten neben sich ertragen. Einen wahrhaft gruseligen Kandidaten:

Joachim Gauck.


Herr Gauck kann dabei in Zukunft eine wichtige Rolle in der Kindererziehung vieler Haushalte übernehmen: Wenn der Zögling mal nicht „spurt“, kann Mami einfach damit drohen, „wenn Du nicht bis heute abend Dein Zimmer aufgeräumt hast, kommt in der Nacht der schwarze Mann ...“. Und braucht dazu nur im Kid-Zimmer-eigenen-PC über google-Bildersuche ein Foto von dem neuen Präsidentschaftskandidaten auf den Bildschirm zu zaubern. Abrakadabra, und das Kind folgt ab nun aufs Wort!

So haben wir jetzt die Wahl zwischen Weichspüler [dahinter sich ein Wirtschaftslobbyist versteckend] und einen die DDR-als-Pfuhl-des-Bösen-verteufelnden Haßprediger. Tolle Wahl!

Wie gut, daß sich beide gleich selbst als Versöhner definiert haben, die die widerstrebenden Teile des Volkes in ihrem neuen Amt wieder zusammenführen wollen.  FÜHREN wollen, d.h. wahrscheinlich, ohne die Beteiligten vorher zu ihrer Befindlichkeit zu befragen, sondern eher zwangszubefrieden, ist wohl zu erwarten. 

Wer ist Herr Gauck, und was hat er so bisher geleistet und hervorgebracht?

Die Stasi hatte keine große Angst vor ihm. Ganz im Gegenteil, „Damals urteilte das MfS, »dass von ihm derzeit keine Aktivitäten ausgehen, die eine weitere Bearbeitung im OV erforderlich machen«. Sein Führungsoffizier, empfahl gar, einen IM-Vorlauf anzulegen.

Gauck hatte sich besonders bei der Vorbereitung des Rostocker Kirchentages außerordentlich kooperativ gezeigt und erklärte sich auch zu weiteren Gesprächen mit dem MfS bereit.


Weiter heißt es: Heute will der Aktenverwalter seine damals realistische und ihm nicht vorwerfbare Haltung nicht mehr wahrhaben. Er wollte unter den obwaltenden Verhältnissen etwas bewirken, wollte seine Aufgabe als Kirchenmann erfüllen - und musste dazu Kompromisse machen. Und: Aber auch sein Biograf kann nicht verschweigen, dass Gauck ausgerechnet in den Jahren 1988 und 1989 »seinen Widerstand gegen den Staat dem kirchlichen Amt untergeordnet hatte«.

Erst am 4. November 1989 sah er »die Zeit für reif an, auch außerhalb der Kirche politisch aktiv zu werden« - nun aber mit aller Macht.

Also, zusammengefaßt:
Beinahe selbst zum IM vorgeschlagen, während seiner DDR-Zeit als Pfarrer alles unter der Decke haltend und „Kompromisse“ suchend, drehte er – am 4. November -, als praktisch alles schon gelaufen war an Straßenrevolution in Dresden und Leipzig usw, so richtig auf, als Oppositioneller. Wer zu spät kommt, den bestraft offenbar NICHT das Leben. Er wurde kurze Zeit später auf einen hoch-dotierten BRD-Schutz-Posten, der neuen Stasi-Unterlagenbehörde gesetzt, mit reichlich Ruhm und Ehr', und vor allem MACHT ausgestattet.

Geradezu alleinherrlich unterschied Joachim Gauck fein säuberlich, welche Akte der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollte, und welche vor allzu neugierigen Augen unter staatlichen Verschluß kommen sollte.

Das Unterscheidungskriterium war weder wissenschaftlich begründet, noch demokratisch, aber dafür sehr einfach zu handhaben: Alle Akten über West-Politiker, insbesondere die der regierenden Parteien, kamen unter Verschluß.

Alle Akten über gerade im Osten aktiv werdende PDS-Parteimitglieder wurden durchforstet, und auch der noch so kleinste Anhaltspunkt für eine frühere IM-Tätigkeit eines jetzt sich für Ziele eher linker Natur in der Bundesrepublik einsetzenden Politikers wurde zu einer Rufmordkampagne aufgemotzt und in die Öffentlichkeit lanciert. 

In der Weimarer Republik sagte man von der Justiz, sie wäre „auf dem rechten Auge blind“ gewesen. Analog kann man zu Herrn Gauck und seiner von ihm strikt geführten Behörde sagen: Sie war auf dem BRD-Konservativen-Auge blind, und hatte auf dem linken Auge nahezu hellseherische Kristallkugel-Fähigkeiten.

Dieser Mann lobt sich nun selbst als Versöhner.
Die Süddeutsche Zeitung ordnet ihn eher als Spalter ein.

Der einstige hessische SPD-Innenminister Horst Winterstein kam im "Lesebuch" zu dem Schluss: "Im Umgang mit den Stasi-Unterlagen musste ich mehr und mehr den Eindruck gewinnen, dass die Gauck-Behörde in ihrem Zusammenspiel mit einigen Medien an Verfassungsgrundsätzen vorbeiwirkt." Er beklagt, dass der "evangelische Großinquisitor" selbstgerecht glaubt, unbequeme Leute einer "öffentlichen Treibjagd" aussetzen zu können. Ohne Wissen der Betroffenen würden bestimmten Medien Belastendes zugespielt, ergänzt durch einseitige Interpretationen; gleichzeitig Entlastendes zurückgehalten.
  
Das Landgericht Berlin bestätigte später solche Praktiken. Im Fall Gysi konnte es sich "des Eindrucks nicht erwehren, dass es bei der Erstellung des Gutachtens an der gebotenen Objektivität und Neutralität gefehlt hat. Es fällt auf, dass für den Beklagten sprechende Umstände entweder als unerheblich abgehandelt oder sogar zu Lasten des Beklagten gewürdigt werden".

Keine besonders gute Presse für einen künftigen „Daddy der Nation“.  

Aber warten wir erst mal die Bundesversammlung ab. Herr Wulff, die Würde des Präsidentenamtes nicht durch einen Wahlkampf beeinträchtigen wollend [so einen Tag zumindest noch vor der bekanntgegebenen Kandidatur von Gauck, am nächsten Tag folgten dann gleich andere Töne, daß die Regierungskoalition zu seinen Gunsten einen klaren politischen Willen zeigen sollte!!! Man ist sich halt doch immer selbst der Nächste.], kann dem ganzen Getöse wohl ziemlich gelassen entgegensehen.

Die Partei- und Fraktionsvorsitzenden von CDU, CSU und FDP werden ihre Schäfchen bzw. Parteisoldaten schon entsprechend „impfen“, bzw. „einnorden“, so daß da kein Malheur passiert. Nur als „schwarzer Mann“ in deutschen Kinderzimmern eignet er sich nicht. Da werden die Mütter dann Ersatz finden müssen. Vielleicht ein Bild von einer Peitsche-schwingenden Arbeitsministerin?

Wie gut, daß Deutschland so viele junge gute Talente für unsere höchsten Staatsämter hat. Wir brauchen uns um unsere Zukunft keine Sorgen machen.


Heidi Berg

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